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Veroffentlichungen der Provinziat-Kommission zur Erhattung 
und Erforschung der Kunstdenkmaler der Provinz Schlesien. VI. 


Bericht des Provinzial- Konservators der 
Kunstdenkmaler der Provinz Schlesien 


fiber die Tatigkeit 


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1. Januar 1905 bis 31. Dezember 1906, 


erstattet 


an die Provinzial- Kommission zur Erhaltung 
und Erforschung der Oenkmaler Schlesiens. 


Druck von Grass, Barth 8< Comp, (W. Friedrich), Breslau. 


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Veroffentlichungen der Provinzial-Kommission zur Erhaltung 
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Bericht des Provinzial- Konservators der 


KunstdenkmaIer der Provinz Schlesien 


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1. Januar 1905 bis ,31. Dezember 1906, 


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Abb, 1. Bekronung eines Altars aus Klein-Kreide\. (Beschiidigt.) 


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I. 
Die auf Erhaltung des Besitzstandes an heimischen 
Denkmalern gerichteten Bestrebungen haben in dem abge- 
laufenen Berichtszeitraum immer mehr an Boden gewonnen. 
Durch das erhohte Gewicht, das der Denkmalpflege an den 
Universitaten und Technischen Hochschulen beigelegt wird, 
ist in Laien- und Fachkreisen das Interesse und das Ver- 
standnis fUr ihre Ziele gewachsen. Zugleich hat das vertiefte 
Studium der vaterlandischen Kunst und Kultur den Architekten 
das Rustzeug gegeben, den Werken der Vorzeit in vervoll- 
kommneter Weise gerecht zu werden. 
Die Denkmalpflege selbst ist nicht ohne Entwicklung 
geblieben. Als Kind der romantischen Epoche urspriinglich 
mehr riickwarts gewandt, hat sie die Entwicklung unserer 
ganzen Kunstanschauungen nach vorwarts mitgemacht. 
Nicht zu mumienhaften Oberresten der Vergangenheit sollen 
unsere Denkmaler werden, sondern ihre Lebensfrische und 
Kraft soil unversehrt erhalten bleiben und auf Gegenwart 
und Zukunft belebend und befruchtend wirken. Das, was 
in dem unerschopflichen Schatze friiherer Kunstschopfungen 
bodenstandig, fUr das Klima, fUr Land, Volk und Lebens- 
auffassung bezeichnend ist, soli die Grundlage und den 
1* 



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Ausgang der WeiterentwickIung der modernen Kunst bilden, 
die nun endlich einzusetzen beginnt, nachdem man sich 
jahrzehnte lang mit retrospektiven Versuchen abgemiiht hat. 
Die starke Bewegung des "Heimatschutzes", die besonders 
im mittleren Deutschland einen starken Aufschwung ge- 
nommen hat, ist auf dem Boden der Denkmalpflege als 
wertvoller Bundesgenosse erwachsen. Neben den Kunst- 
denkmaIern wird den Stadtebildern, den Landschaften, den 
Naturdenkmalern und dem Volkstum immer steigendes 
Interesse zugewendet. Das Aufblilhen dieser Bestrebungen 
verdichtet sich auch zu behordlichen Ma6nahmen. Eine 
staatliche StelIe fUr Naturdenkmalpflege in Preu6en ist mit 
dem einstweiligen Sitz in Danzig gegriindet worden. 
Ein Gesetz gegen Verunstaltung der Stra6en und Platze 
in geschlossenen Ortschaften liegt den gesetzgebenden 
Faktoren vor. 
Da6 es nicht an Gegenstromungen fehlt und da6 
namentlich die einseitig
 Betonung moderner Verkehrs- 
riicksichten oft genug zur lebhaften Bekampfung der 
Denkmalpfege fUhrt, kann nicht Wunder nehmen. 1st doch 
ein Ausgleich der gegensatzlichen Meinungen und Interessen 
nicht ohne weiteres gegeben. 1m letzten Berichte ist eine 
Entscheidung des Oberverwaltu ngsgerichts angefUhrt worden, 
da6 die Gemeinden verpflichtet sind, in ihrem Besitz be- 
findliche Gegenstande, welche einen besonderen geschicht- 
lichen Wert haben, zu erhalten und da6 sie zur Erfiillung 
dieser Verpflichtung yon der Kommunalaufsichtsbehorde 
angehalten werden konnen. SchnelIer als erwartet, ist in 
Schlesien die Notwendigkeit eingetreten, auf diese Ent- 
scheidung zuriickzugreifen. Der Stadtgemeinde Miinsterberg 
hatte der Regierungs-Prasident zu Breslau die Erhaltung 
und Instandsetzung des Patschkauer Torturms aufgegeben 
und verfiigt, da6 die Stadtgemeinde gehalten sei, zur Instand- 
setzung des Turmes 5717 Mark als au6erordentliche Ausgabe 
aufzubringen. Die yon der Stadtgemeinde daraufhin gegen 
den Regierungs - Prasidenten erhobene Klage hat das 
Konigliche PreuBische Oberverwaltungsgericht, festhaltend 
an dem oben erwahnten Grundsatz, abgewiesen. 


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5 


Bei der Anwesenheit Seiner Majestat des Kaisers und 
Konigs in Schlesien aus Anla6 der Kaisermanover im 
September 1906 fanden die Kunstdenkmaler der Provinz 
besondere Beriicksichtigung. Seine Majestat besichtigte 
am 8. September die Friedenskirche in Schweidnitz und 
am nachsten Tage den Musiksaal und die Aula Leopoldina 
in der Breslauer Universitat, welch letztere am gleichen Tage 
auch Ihre Majestat die Kaiserin in Augenschein genommen 
hatte. Einige Tage spater nahm der Kaiser Gelegenheit, 
die katholische Pfarrkirche in Trebnitz zu besichtigen. An 
alien diesen Stell en fand die Schonheit und der Reichtum 
unserer heimischen Denkmaler Allerhochste Wiirdigung und 
auch die aus den letzten jahren herriihrende Instandsetzung 
volle Anerkennung. Die Einweihung der wiederhergestellten 
Friedenskirche in jauer erhielt durch die Anwesenheit Seiner 
Kaiserlichen und Koniglichen Hoheit des Kronprinzen Glanz 
und Bedeutung. 
Wie bereits friiher ausgefiihrt wurde, au6ert sich die 
vermehrte Wertschatzung des kiinstIerischen Erbes der 
Vergangenheit in den Museumsgriindungen. In der Berichts- 
zeit ist in Gleiwitz ein Oberschlesischer Museumsverein 
entstanden. Das neue Unternehmen erfreut sich rascher 
Bliite. Nach dreivierteljahrigem Bestehen konnten bereits 
1650 Nummern im Hauptkatalog verzeichnet werden. Das 
Museum richtet in weiser Beschrankung sein Augenmerk 
auf die geringeren Erzeugnisse fruherer Kunstperioden, bei 
denen der lokale Wert uberwiegt und die sich darnach fUr 
zentrale Stell en nicht eignen. Es wurde yom Berichterstatter 
angeregt, in dem Museum zu Gleiwitz namentlich alles 
dasjenige zu sammeln, was sich auf die Geschichte der 
OberschIesischen Industrie bezieht. Auf der Gleiwitzer 
Hiitte, im MaIapanetaI, in Konigshutte, Zabrze und an 
vie1en anderen Stell en sind noch Reste alter zum T eil bis 
auf Friedrich den Gro6en zuriickgehender HiittenanIagen 
und Einrichtungen vorhanden, yon denen naturgema6 yon 
jahr zu jahr mehr verschwindet. Abbildungen und sonstiges 
Material iiber diese industriellen Anlagen zu sammeIn, ist 
offensichtlich eine lohnende und eigenartige Aufgabe. In 



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Liegnitz ist ein Geschichts- und Altertumsverein gegriindet 
worden, der neben der Erforschung der Geschichte "fUr 
die Erhaltung des Altertumes der Gegend nach Kraften 
sorgen" und das stadtische Museum in Liegnitz ausbauen 
will. Yon der Riihrigkeit dieses Vereins legen die er- 
schienenen "Mitteilungen", (erstes Heft fUr 1904 und 1905) 
Zeugnis ab. Auch der in Oppeln entstandene "Ober- 
schlesische Geschichtsverein", der eine Zeitschrift "Ober- 
schlesische Heimat" herausgibt, hat neben den wissen- 
schaftlichen Bestrebungen die Gewahrung yon Beihilfen zur 
Erhaltung geschichtlicher Denkmaler auf seine Fahne ge- 
schrieben. So dankenswert die gleichgerichteten Bestrebungen 
sein mogen, so konnen den beiden letztgenannten Griindungen 
gegeniiber die Bedenken nicht unterdriickt werden, die 
gegen eine ohne Zusammenhang mit der staatlichen und 
provinziellen Denkmalpflege betriebene parallele Tatigkeit 
auf diesem Gebiete zu erheben sind. Auch der Tatigkeit 
der Museen gegeniiber i,st yom Standpunkt der Denkmal- 
pflege ein V orbehalt wiederholt zu betonen. In vielen 
Fallen wird die OberfUhrung yon Kunstwerken in Museen 
die einzige Moglichkeit und Gewahr fUr ihre Erhaltung 
darstellen, in anderen Fallen mag sie Vorteile bieten. Stets 
aber wird es in erster Linie zu wiinschen sein, da6 die 
Kunstdenkmaler an dem Orte verbleiben, fUr den sie 
beschafft sind und mit dem sie durch die Jahrhunderte einen 
inneren Zusammenhang gewonnen haben. Es lauft den Zielen 
der Denkmalpflege zuwider, wenn eine Kirche bis auf das 
letzte Stilck ihres kiinstlerischen Besitzes ausgekauft wird, 
um mit den Gegenstanden ein Museum zu fUllen. 
Auch in der abgelaufenen Berichtszeit war eine gr66ere 
Anzahl yon Wiederherstellungsbauten im Gange. Der 
Musiksaal der Breslauer Universitat und die Piastengruft, 
Unternehmungen, die sich durch kiinstlerische und finanzielle 
Umstande iiber eine Reihe yon jahren hinzogen, sind voll- 
endet worden. Ebenso ist das Rathaus in Lowenberg be- 
endet, in der Art, wie Neues aus dem Alten herausentwickelt 
worden ist, ein wertvolles Beispiel. Bei dem gro6en 
Erweiterungsbau der katholischen Kirche in Leobschiitz ist in 


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der Behandlung des Ziegelmauerwerks aus Handstrichsteinen 
mittelalterlichen Formats Gutes geleistet worden, wahrend 
in anderen Punkten Riicksichtnahme auf die Forderungen 
der Denkmalpflege nur mit Miihe erreicht werden konnte. 
Die Wiederherstellung der Liebfrauenkirche in Liegnitz 
bedeutet nicht in alien Punkten einen vollen Erfolg. Die 
Friedenskirche in jauer ist bereits erwahnt worden. Bei 
der kathoIischen Kirche in Rotsurben wurde das A.uf3ere 
instand gesetzt, wahrend die kiinstlerisch wichtigen Arbeiten 
im Innern aus Mangel an Geldmitteln noch ausstehen. Die 
Kirchen in Triebusch, Pombsen, Muskau, Ziegenhals und 
Kreuzendorf sind im Innern wiederhergestellt und ausge- 
malt worden. Endlich konnte die Sicherung der Fresko- 
malereien im Bibliotheksaal in Leubus, denen wegen des 
Los16sens des Putzes yom Steingewolbe ein schneller Ver- 
derb drohte, gr06tenteils beendet werden. In Vorbereitung 
waren Erneuerungsbauten u. a. in Goldberg, Haynau, Ober- 
Glogau, Troplowitz. Der Ausbau der Breslauer Domtiirme 
hat nicht nur die nachstbeteiligten Kreise und Instanzen 
beschaftigt, sondern auch im weiteren Publikum zu lebhaften 
Erorterungen gefiihrt, die sich im wesentlichen gegen den 
aufgestellten Entwurf richteten. 
Zahlreiche kirchIiche Ausstattungsstiicke wurden im 
Zusammenhang mit den instandgesetzten Bauten ausge- 
bessert und wiederhergestellt. Namentlich in Oberschlesien 
ist eine Anzahl yon Kirchenneubauten zu erwahnen, die 
an stelle alter Denkmalbauten getreten sind und in welche 
unter Mitwirkung des Berichters die alten Ausstattungs- 
stiicke iibernommen wurden und werden, so Altziilz, Brzezie, 
Lohnau, Gro6-Strehlitz, Bodland. Von einzelnen Ausstattungs- 
stiicken seien die Altare in AIt-Zindel, Stadtel-Leubus und 
der besonders prachtige, sich zur Hohe yom 25 m erhebende 
Hochaltar in Camenz genannt. 
Leider ist auch iiber einen schweren Verlust zu be- 
richten Die Schl06kirche in Oels ist wahrend der einge- 
leiteten Instandsetzung fast ganz eingestiirzt. Die Ursachen, 
auf welche der Ungliicksfall zuriickzufiihren ist, harren noch 
der volligen Klarung. 



8 


Die Mitwirkung des Provinzial-Konservators bei alien 
fiskalischen Denkmalbauten ist durch Erlasse geregelt und 
gesichert. Bei Kirchen privaten Patronats ist die im vorigen 
Berichte erhobene Klage unverandert zu wiederholen. Nicht 
als ob die Faile seltener wurden, in denen einsichtige 
Privatpatrone den kostenlosen Rat einholen. Aber in der 
Oberzahl aller Faile wird der Rat des staatlich berufenen 
Denkmalpflegers verschmaht oder zu spat eingeholt. Nament- 
lich in alien Fallen, wo finanzielle Leistungsfahigkeit nicht 
auf die Hilfe des Staates oder der Provinz rechnet. Dies 
bezieht sich nicht nur auf die baulichen Instandsetzungen 
und Erweiterungen, bei denen nach wie vor unter Umgehung 
yon Architekten ungeeignete Krafte zu verantwortungsvolien 
Arbeiten zugezogen werden, sondern namentlich auch auf 
Ausmalung, Staffierung yon alten Ausstattungsstucken, Neu- 
beschaffung yon solchen und Ahnliches. Auch beim Ver- 
kauf yon Kunstgegenstanden ist gelegentlich zum Schaden 
der Sache yon falschen Annahmen ausgegangen worden. 
Gegenstande, die im Verzeichnis der Kunstdenkmaler nicht 
aufgefiihrt sind, brauchen deshalb nicht ohne Kunstwert zu 
sein. Denn die luckenlose Aufstellung eines Verzeichnisses 
liegt au6er dem Bereiche der Moglichkeit. Auch die Ab- 
lehnung durch ein Museum beweist nicht den Unwert 
eines Gegenstandes, denn die Ablehnung kann aus Grunden 
erfolgen, die yon dem Kunstwert unabhangig sind. (Platz- 
mangel, Geldmangel, Vorhandensein ahnlicher Stucke.) Es 
ist deshalb notig, da6 die Kirchengemeinden vor jedem 
Verkaufe altertumlicher Stucke die staatlich bestellten Organe 
in Kenntnis setzen. 
In Oberschlesien halt die Verringerung des Bestandes 
an Kirchen fortgesetzt an, ja sie scheint sogar noch zuzu- 
nehmen. 1m vorigen Berichtszeitraum sind 4 Steinkirchen 
und 5 Holzkirchen zum Abbruch bestimmt worden, in der 
diesmaligen Berichtszeit 6 Steinkirchen und 4 Holzkirchen. 
Hierzu treten noch 10 Steinkirchen, die zum Zweck yon 
Erweiterungen bis auf geringfiigigeReste niedergelegt werden. 
Wahrend in den anderen schlesischen Regierungsbezirken 
Antrage auf Beseitigung einer ganzen Kirche fast gar nicht 


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Abb, 2, Sgraffito vom Torhaus der Kynsburg, 


II.. 
Ubersicht iiber die wichtigeren V organge 
auf dem Gebiete der Denkmalpflege. 
Regierungsbezirk Breslau. 
Allerheiligen, Kreis Ols. 
Evangelische Kirche. (Verzeichnis der Kunstdenk- 
maIer 1) II 529.) Der zur Instandsetzung der Kirche auf- 
gestellte Kostenanschlag wurde auf Grund ortlicher Ver- 
handlung begutachtet. fur die Wiederherstellung der be- 
malten Holzdecke und Emporen wurde eine Beihilfe der 
Provinzial-Kommission erbeten. 
Baitzen, Kreis Frankenstein. 
Katholische Kirche. (Verz. II 205.) Ein Entwurf 
fUr die Vergr06erung der Orgel wurde zustimmend begut- 
achtet. 
Bischdorf, Kreis Neumarkt. 
Katholische Kirche. Die Anordnung einer Treppen- 
anlage zur Orgelempore wurde begutachtet. 


1) 1m folgenden als Ve rz. abgekiirzt. 



14 


Regierungsbezirk Breslau. 


Bockau, Kreis Striegau. 
Katholische Kirche. (Verz. II 263, Veroffent1ichung 1 ) 
V 12.) Die Verpflichtung der Kirchengemeinde zur Wieder- 
herstellung des barocken Taufsteins aus Holz ist durch 
Resolut der Koniglichen Regierung, Abteilung fUr Kirchen- 
und Schulwesen, festgestellt worden. 
Gross=Bresa, Kreis Neumarkt. 
Katholische Kirche. (Veroff. 13.) Ein Entwurf und 
Kostenanschlag fUr die Instandsetzung ist aufgestellt und 
begutachtet worden. Die Aufbringung der Geld mittel ist 
noch nicht klargestellt. 
Breslau. 


Kirchliche Bauten. 
Adalbertkirche. (Verz. I 48, Veroff. V 13.) Wegen 
Einleitung einer dringend notigen durchgreifenden Instand- 
setzung sind Verhandlungen zwischen dem baupflichtigen 
Patronatsfiskus und dem Kirchenvorstand eingeleitet. Das 
aufgestellte Bauprogramm wurde durch den Berichterstatter 
eingehend begutachtet. Um eine ausreichende Verbesserung 
der Beleuchtung, Luftung und Trockenlegung anzubahnen 
wurde die Niederlegung der durch die eisernen Magazin- 
einbauten ihres Kunstwertes ganz entkleideten josephskirche 
empfohlen. Die Niederlegung der sehr ha6lichen Vor- 
sakristei auf der Sudseite ist ebenfalls ins Auge gefaBt. 
Besichtigung der Kirche durch den Konservator der Kunst- 
denkmaler Geheimen Ober-Regierungsrat Lutsch. 
Barbarakirche. (Verz. I 63.) Wegen der yom Polizei- 
Prasidium mit Rucksicht auf die Verkehrssicherheit ange- 
ordneten Vergr06erung und Umanderung der Turen wurde 
ein Gutachten erstattet. 
Christophorikirche. (Verz. 69.) Wie vor. 
Corpus-Christikirche. (Verz.66.) Der bevorstehen- 
den Instandsetzung des ganzen Kirchbaues vorgreifend 
wurde das stark verfallene Westgiebelfenster instandgesetzt. 
Dom. (Verz. 16.) Ober den Ausbau der beiden West- 
tilrme nebst Westportal nach dem Entwurfe des Diozesan- 
baurats Ebers wurde ein eingehendes Gutachten erstattet. 
1) 1m folgenden als Veroff. abgekiirzt. 



 



Regierungsbezirk Breslau. 


15 


Am 30. November 1906 fand eine Verhandlung uber die 
Frage in Breslau statt, zu der au6er den Vertretern des 
Domkapitels und der hiesigen Behorden als Kommissare 
des Herrn Kultusministers der Konservator der Kunstdenk- 
maler Geh. Oberregierungs-Rat Lutsch und der Geheime 
Baurat und vortragende Rat Sc h u ltze erschienen waren. Nach 
eingehender Erorterung aller dabei in Betracht kommenden 
Gesichtspunkte wurde dem DomkapiteI empfohlen, zunachst 
einen brauchbaren Entwurf zu beschaffen. 
Dorotheenkirche. (Verz. I 65.) Der Verkauf von 
zwei wertvollen Barockstilhlen an einen privaten Sammler 
ist leider zu spat zur Kenntnis gelangt. 
Kirche zu Elftausend jungfrauen. (Verz. I 83, 
Veroff. V 13.) Der yom Architekten C. Grosser aufgestellte 
Entwurf zur Wiederherstellung wurde zustimmend begut- 
a.chtet. Hinsichtlich der Bemalung wurde dabei hervor- 
gehoben, da6 sie deshalb als zulaBig erachtet werde, weil 
sie in die Hand des bewahrten MaIers Professor Oetken 
gelegt wurde. Es ist jedoch. nicht anzuerkennen, da6 die 
reichere Bemalung und Verglasung den Absichten des Er- 
bauers entspricht, geschweige denn, da6 es eine "Pflicht" 
der jetzigen Generation sei, sie nachzuholen. 
Ende Oktober 1906 wurde der wiederhergestellte Bau 
neu geweiht. 
Elisabethkirche. (Verz. I 59, 207.) Das Grabdenkmal 
von Heinrich Ribisch (Verz. I 212.) wurde yon der Leitung 
des Museums fUr bildende Kunste abgegossen und dazu 
yon dem aufsitzenden Oberzug yon Schlemmkreide befreit. 
Der Verkauf eines Holzwappentellers und einer Kupfer- 
platte an die familie Freiherr von Zedlitz und Neukirch 
wurde durch den Herrn Minister genehmigt. 
fur Reinigung und Instandsetzung yon Ausstattungs- 
stilcken nament1ich der beiden Orgeln und des Altars wurde 
auf Grund ortlicher Programmfeststellung ein Kostenanschlag 
durch den Maler O. Loch aufgestellt. 
Da die beiden Hauschen mit dem dazwischengespannten 
Portal bogen, die an der Ecke der Nikolai- und Oderstra6e 
den Kirchplatz abschlie6en und einen so wirkungsvollen 



16 


Regierungsbezirk Breslau. 


Vordergrund fOr die Kirche bilden, bei der bereits fest- 
gestellten Fluchtlinienveranderung der Oderstra6e im Wege 
stehen, ist von der Stadtbauverwaltung ein Vorschlag zur 
Zurilckschiebung dieser Hauschen aufgestellt und im Aus- 
schu6 Alt- und Neu-Breslau vorgelegt worden. Abb. 3. 
Katharinenkirche. (Verz, I 47.) In Anwesenheit des 
Konservators der Kunstdenkmaler wurde Ober den Umbau 
der Kirche behufs Gewinnung ausreichender Treppen und 
Emporen mit der Gemeindevertretung verhandelt. 
Matthiaskirche. (Verz. I 121.) Wegen der Erneuerung 
der Kirchenfenster schweben Verhandlungen. Gegen den 
geplanten Olfarbenanstrich wurde Einspruch erhoben. 
Kirche des Matthiasgymnasiums. (Verz. I 45.) 
Wegen Ausbesserung von Rissen in der Stuccolustro- 
Wandverkleidung wurde an art und Stelle verhandelt. 
Vinzenzkirche. (Verz. 141.) Um die Beleuchtung 
einiger anst06enden Raume des Oberlandesgerichtes zu 
verbessern, ist das Abfarben einer nach dem Hofe des 
letzteren gelegenen Rohbauflache mit Kalktilnche zugelassen 
worden. 
Alte Vinzenzkirche auf dem Elbing. (Verz. I 82.) 
Auf dem Gelande der jetzigen MichaeIiskirche wurden Aus- 
grabungen zur Aufdeckung von Resten und fundamenten 
der ehemaligen, 1529 abgebrochenen Vinzenzkirche vor- 
genom men. An den Arbeiten war in erster Linie Dr. med. 
L us ti g beteiligt, dessen Bemilhungen die Direktion des 
Schlesischen Museums fUr Kunstgewerbe und Altertilmer 
sowie der Berichterstatter zu fordern suchten. Die Aus- 
grabungen sollen im kommenden jahre wieder aufgenommen 
werden. 


Offent1iche Profanbauten. 
Matthiasgymnasium. (Verz. 146.) Der Abbruch des 
Bibliotheksaales mit dem Kuppelbau an der Nordfront des 
Gebaudevierecks ist fallen gelassen worden. Ein gr06erer 
Umbau des Oebaudeinneren zwecks Anpassung an die neu- 
zeitlichen Beleuchtungsbedilrfnisse steht bevor. 


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Regierungsbezirk Breslau. 


17 


Oberlandesgericht. (Verz. I 43.) Eine Entwurfs- 
skizze fUr einen Erweiterungsbau Iangs der Burgstra6e 
wurde begutachtet. 
Rathaus. (Verz. 192.) Die hintere (Hof-) Wand des 
nordlichen flilgels, in welch em die ilberwolbten Sessions- 
zimmer liegen, zeigte gefahrdrohende Rissebildungen. Der 
Wiederherstellungsentwurf, der eine unveranderte Erhaltung 
aller wesentlichen Architekturteile erstrebte, wurde mit dem 
Stadtbaurat Geheimen Baurat Plilddemann in ortlicher 
Verhandlung festgestellt. Die Arbeiten sind inzwischen 
vollendet. 
Universitat. (Veroff. IV 15, V 14.) Die unter Leitung 
des Kreisbauinspektors, Baurat Buchwald, stehenden 
Arbeiten im Musiksaal sind Anfang September vollendet 
worden. Zur Begutachtung des yon Professor Poelzig 
ent.worfenen Orgelgehauses, des Probestuhles und der 
Probebleuchtung fanden zahlreiche ortliche Verhandlungen 
statt. Der fertiggestellte Saal wurde am 9. September 1906 
durch Ihre Majestaten den Kaiser und die Kaiserin besichtigt. 
Ober der Aula Leopoldina in dem ehemaligen Auditorium 
Comicum, spateren Sammlungsraum des Zoologischen 
Instituts, wurde ein gro6er Horsaal fUr gegen 300 Horer 
und ein kleinerer Horsaal eingebaut. Damit im Zusammen- 
hang wurde in der letzten Achse am Westende des Gebaudes 
eine neue massive Treppe mit anschIie6enden Nebenraumen 
an gel egt. Diese Treppe soil auch fUr die Aula die im 
Interesse der Verkehrssicherheit erforderlichen vermehrten 
Ausgange Iiefern. 
Die zur Schaffung des Fu6bodens der oberen Raume 
eingezogenen gro6en eisernen Unterzilge wurden gleich- 
zeitig zur Aufhangung der unterseitig bemalten HolzbaIken- 
decke der Aula Leopoldina benutzt. Indem die letztere 
Balkenlage yon oben freigelegt, dann durch Ausbessern und 
Tranken mit CarboIineum auf absehbare Zeit konstruktiv 
gesichert wurde, sind die vorbereitenden Arbeiten zur Wieder- 
herstellung der Aula bereits geIeistet. 
Ober die fUr die Wiederherstellung der Aula Leopoldina 
in Betracht kommenden kilnstlerischen Fragen und das 
Provinzial-Konservator. 2 


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18 


Regierungsbezirk Breslau. 


Programm wurde mit dem Konservator der Kunstdenkmaler 
Geheimen Ober-Regierungsrat Lutsch und dem Referenten 
des Arbeitsministeriums Wirklichen Geheimen Ober-Baurat 
Dr. T h u r an art und Stelle verhandelt. 
Seine Majestat der Kaiser hat bei der Besichtigung des 
Saales am 9. September die gemachten V orschlage gebilligt. 
Burgerhauser. 
Albrechtstra6e 35;36. Das Gebaude wurde abge- 
brochen und durch einen Neubau ersetzt. Vor dem Ab- 
bruch wurde das Gebaude durch den Vorsitzenden des 
Ausschusses AIt- und Neu-Breslau Geheimen Baurat Pludde- 
mann und den Berichterstatter besichtigt und die Aufnahme 
einer zeichnerischen Fassadenaufnahme, sowie yon photo- 
graphischen Aufnahmen verschiedener Einzelheiten veranla6t. 
Eine Decke, sowie die dekorativen Gehange auf den 
Fassadenpfeilern sind durch den Schlesischen Bankverein 
im Neubau an geeigneter Stelle wiederverwendet worden. 


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Abb. 3. Fensterkorb, Oderstr. 1 in Breslau. 



Regierungsbezirk Breslau. 


19 


Ring 1. Vor dem drohenden Abbruche wurde im 
Auftrage der Stadtverwaltung eine sorgfaltige zeichnerische 
Aufnahme durch den Architekten R. Enders gefertigt. 
1906 wurde das Gebaude niedergelegt. 
Ring 2. (Verz. I 152 jahrbuch des Schlesischen 
Museums fUr Kunstgewerbe II 127.) Das yom Stadtbau- 
meister F. Gross erbaute stolzeste Giebelhaus am Ring 
aus der Renaissancezeit wird der neuzeitlichen Entwicklung 
zum Opfer fallen, Zu seiner Rettung ist im Berichtszeitraum 
rnancherlei unternommen worden. Es haben zahlreiche 
Besichtigungen und Untersuchungen durch Komrnissionen 
zur Feststellung des Bauzustandes stattgefunden und auch 
der Konservator der Kunstdenkmaler hat zweirnal das Ge- 
baude besichtigt. Nachdem bereits 1905 der Magistrat in 
Breslau wegen des als sehr ungunstig geschilderten Bau- 
zustandes davon abgesehen hatte, einen Ankauf in Betracht 
zu ziehen, ist auf Anregung des Ausschusses Alt- und Neu- 
Breslau die Angelegenheit im Februar 1906 erneut in Flu6 
gekommen. Wegen der Hohe der fUr den Ankauf und die 
Instandsetzung aufzuwendenden Summe urn eine Staats- 
beihilfe angegangen, hat der Herr Minister der geistlichen, 
Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten einen Betrag yon 
2000 Mark zugesagt. Ein Beitrag bis zur gleichen Hohe 
sollte yon der Provinzialverwaltung erbeten werden. Mit 
Riicksicht auf die GeringfUgigkeit dieser Beitrage hat der 
Magistrat erklart, die Erwerbung des Hauses nicht weiter 
ins Auge fassen zu konnen. 
Die Stadtverwaltung hat eine zeichnerische Aufnahme 
des Gebaudes durch den Professor Nedelkovits herstellen 
lassen. 
Ring 25. (Verz. I 136, 146.) Das Gebaude, die "alte 
Accise", wurde abgebrochen. 
Ring 29. (Veroff. IV 17, V 15.) Das Hauptportal, ein 
spatgotisches Turgewande aus dem Hofe, zwei Wandsaulen 
und ein Treppenanfanger sind im Neubau des Staatsarchivs 
an der Tiergartenstra6e wieder verwendet worden. Auch 
in den Zinnenbekronungen und sonstigen Einzelheiten des 
yom Wirklichen Geheimen Oberbaurat Dr. T h u r geleiteten, 
2* 



20 


Regierungsbezirk Breslau. 


durch den Landbauinspektor Treuenfels ausgefUhrten 
Baues sind formen des alten Patrizierhauses am Ring 
wieder aufgenommen worden. 
Ring 39/40. (Verz. 1142, Veroff. V 16.) Das Gebaude 
wurde abgebrochen. 
Ring 58. Goldener Palmbaum, (Verz. I 154.) Das 
Gebaude wurde abgebrochen. Die wertvollen Architektur- 
teile, Gewolbekonsolen, Treppenanfanger, GeJander usw. yon 
Sandstein sind beim Neubau wiederverwendet worden. Bei 
Aufstellung des Entwurfs fUr den Neubau wurde der Besitzer 
durch den Ausschu6 Alt- und Neu-Breslau beraten. HI. 4. 
Klosterstra6e, ehemaliges "W eWes Vorwerk", 
fruheres bischofliches Gartenhaus. Bei der durch die Bau- 
spekulation eingeleiteten Parzellierung des Grundstilcks hat 
auf Anregung des Ausschusses Alt- und Neu-Breslau die 
Stadtverwaltung yon Breslau in dankenswerter Weise das 
Gebaudenebst einem geeigneten Grundstuckstreifen angekauft. 
Schuhbrucke 50 und 51. (Veroff. V 16.) Die beiden 
Gebaude wurden niedergelegt. Die Reliefs des alten Baues 
sind durch den Handlungsgehilfen-Verein yon 1774 im 
Hofe in dankenswerter Weise wieder angebracht worden. 
Taschenstra6e 22- 24. Das alteGebaude"dieGlocke" 
mit der ehemaligen Glockengie6erei wurde niedergelegt. 
Brieg. 
Katholische Hedwigskirche. (Schl06kapelle.) Ver- 
6ff. III 16, IV 19, V 16.) Der an der Gesamtsumme der 
Wiederherstellungskosten noch fehlende Betrag yon 2500 Mk. 
ist durch den Herrn Minister der geistlichen, Unterrichts- 
und Medizinal-Angelegenheiten zugesagt worden. Nachdem 
auch alle ubrigen Vorverhandlungen erledigt sind, wird die 
Instandsetzung voraussichtlich nunmehr beginnen. 
Schl06. (Verz. II 324.) Bei Errichtung eines Wohn- 
haus-Neubaues in unmittelbarer Nahe des Piastenschlosses 
ist eine gro6e mit dem Schlosse zusammenhangende Keller- 
anlage zu T age getreten. 
Evangelische Pfarrkirche. (Verz. II 306.) Die be- 
reits vor einigen jahren erorterte Frage der Einrichtung 
einer Heizungsanlage und Anbau einer gr06eren Kapelle ist 



Regierungsbezirk Breslau. 


21 


wieder in Flu6 gekommen. Die vorliegenden Entwurfe und 
Moglichkeiten wurden in ortlicher Verhandlung besprochen 
und begutachtet und fUr die weitere Betreibung der Bau- 
angelegenheit Rat erteilt. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. II 323.) Der Ent- 
wurf zur Erweiterung der Sakristei wurde begutachtet und 
ist in zwischen ausgefUhrt worden. 
Die Wand- und Deckengemalde im Altarjoche wurden 
durch den Maler 10s. Langer in Breslau gereinigt und 
wi ederherges tell t. 
Landwehrzeughaus. (Verz. II 322.) Die yon der 
Garnisonverwaltung aufgeworfene Frage, ob gegen die 
NiederIegung der als Zeughaus eingerichteten ehemaligen 
Klosterkirche der Minoriten Bedenken zu erheben seien, 
wurde bejaht. 
Camenz, Kreis Frankenstein. 
Katholische Kirche. (Veroff. IV 19, V 17.) In der 
Nische des aufgedeckten Sudportals wurde eine Inschrift uber 
die Wiederherstellungsarbeiten durch den Maler E. Noll n e r 
in Sgraffito ausgefilhrt. 
Der bis zu einer Hohe yon 25 m aufragende, 11,60 m 
breite, reich geschnitzte und in wundervollem Naturholzton 
stehende Hochaltar wurde durch den Bildhauer F. Bemstem 
in stan dgesetzt. Der Wurm wurde beseitigt und die 
stark vermorschten Teile erneuert. Die 6lgemalde des 
Hochaltarraumes wurden durch den Maler O. Loch gereinigt. 
Eine auf dem Bahntransport durch Nasse entstandene starke 
Beschadigung der BiIder gelang es wieder zu beseitigen. HI. 8. 
Camose, Kreis Neumarkt. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff.21.) Der Turm- 
aufbau ist unter Leitung des Kreis-Bauinspektors Baurat 
Schroder ausgefUhrt worden. 
Canth, Kreis Neumarkt. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 21.) Der aus- 
filhrliche Entwurf uber die Instandsetzung des Turmes 
wurde begutachtet. 
Evangelische Kirche. Ober den Vorentwurf zur 
Erweiterung der Kirche wurde ein Gutachten abgegeben. 


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22 


Regierungsbezirk Breslau, 


Follmersdorf, Kreis Frankenstein. 
Katholische Kirche. Ein kleiner spatmittelalterlicher 
Klappaltar, der in der Folgezeit der Renaissance mit Ranken- 
werk umbaut worden ist, wird durch den Maler O. Loch 
und Bildhauer f. Bemstem wiederhergestellt. Yon der 
Provinzial-Kommission zur Erhaltung und Erforschung 
der Kunstdenkmaler Schlesiens ist dazu ein Beitrag 
erbeten. 
Leider ist in der Berichtszeit der Hochaltar durch Ober- 
streich en verdorben worden, ein Vorgang, der noch weiter 
zu verfolgen bleibt. 
Freiburg, Kreis Schweidnitz. 
Rathaus. (Verz. II 176.) Ober die Moglichkeit eines 
Erweiterungs- und Umbaues wurde mit den Vertretern 
der Stadtgemeinde an art und Stelle verhandelt und 
Rat erteilt. 
Klein=Gaffron. Kreis Steinau. 
Evangelische Kirche. Zu dem neuen Orgelgehause 
hat der Regierungs-Baumeister a e I s n e r den Entwurf geliefert. 
Glatz. 
Katholische Minoritenkirche. In der Kirche ist 
durch die Garnisonverwaltung eine Gasheizungsanlage ein- 
gerichtet worden. Fur die Anordnung yon Abzugsrohren 
usw., die etwaige ungunstige Foigen dieser Heizung ver- 
hindern sollen, ist ein Entwurf aufgestellt worden, der 
begutachtet wurde. 
Gymnasium. (Ehemaliges jesuitenkollegium.) (Ver- 
off. V 21.) Die Notwendigkeit zur Abschragung der nord- 
westlichen Ecke des Gebaudes aus Verkehrsrucksichten ist 
yon den zustandigen Behorden nicht anerkannt worden. 
Burgerhauser. 
Frankensteinerstra6e fruher 44 jetzt 7. Wegen 
veranderten Wiederaufbaues des alten Portals wurden Rat- 
schIage erteilt. Leider ist die Sandsteinarchitektur mit 01- 
farbe gestrichen worden. 
Bohmischestra6e fruher 240, jetzt 24. (Verz. II 25.) 
Das Gebaude wurde abgebrochen. Das Portal hat die 



Regierungsbezirk Breslau. 


23 


Stadtverwaltung in dankenswerter Weise angekauft und in 
den Promenadenanlagen an der Mauer des Minoritenkloster- 
gartens aufgestellt. 
Galgen. (Verz. II 22.) Wegen Ma6nahmen zur Ver- 
hutung weiteren Verfalls wurde verhandelt. 
GroB=Gohlau, Kreis Neumarkt. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. II 468.) Am 8. Mai 
1905 ist der Turm infolge Blitzschlages ganz abgebrannt. 
Fur den Wiederaufbau wurde in ortlicher Verhandlung Rat 
erteilt und der Entwurf gepruft. 
1m Turmknopfe befanden sich einige Urkunden. In 
der ersten yon 1609 beurkundet Han6 yon Seydlitz und 
Klein-Schmellwitz, da6 er die Kirche habe renovieren, auch 
einen neuen Predigtstuhl machen lassen. Au6erdem habe 
er Einhundert Taler fUr Bucher aufgewendet, die "unverruckt 
bei der Kirche bleiben" sollen. Den Kirchturm habe er 1609 
yon Grund auf neu erbauen lassen und alles Eichenholz dazu 
hergegeben. Au6er nahereAngaben uber seine zwei frauen und 
Kinder teilt er mit,da6denTurm derErbareAnthonius Waltter 
yon derBernstadt gebaut hat. OieZimmerarbeiten filhrteHan6 
Burgmann yon der Zyrole (Zirlau) aus, wahrend die Ein- 
deckung der Kupferschmied Alexander Brunneraus Breslau 
besorgte. Der Turmknopf wurde am 24. August aufgesetzt. 
Nach der zweiten Urkunde yon 172] hat Sigmundt 
Ferdinand Freyherrvon Seidlitz und Golau eine Erneuerung 
des Turmes (offenbar nur der Haube) durch den Zimmer- 
mann Georg Thomas yon Puschwitz vornehmen, auch im 
ubrigen die ganze Kirche "in geziemenden Baustand" setzen 
lassen. Von einer dritten Instandsetzung, die der Pfarr
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Karl Thamm 1848 hat vornehmen lassen, gibt ein Bericht 
mit ausfUhrlicheren geschichtlichen Ruckblicken Kunde. 
Die Urkunden wurden mit den zugehorigen Munzen wieder 
in den neuen Knopf eingelegt. 
Klein-Graben, Kreis Trebnitz. 
Katholische Kirche. (Verz. II 569.) Bei Neube- 
schaffung eines Taufsteins fUr die schlichte Holzkirche hat 
man sachverstandigen Rat nicht begehrt und daher nach 
Form und Material fehlgegriffen. 


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24 


Regierungsbezirk Breslau. 


GroB-Graben, Kreis Ols. 
Evangelische Kirche. (Verz, 536.) Ein silberner 
vergoldeter Renaissancekelch wurde durch den Silberschmied 
Tillmann Schmitz instandgesetzt. Yon der Provinzial- 
Kommission wurde dazu entsprechend dem bestehenden 
Beschlusse 30 Mark als Pramie gewahrt. 
GroBburg, Kreis Strehlen. 
Evangelische Kirche. (Verz. II 393.) Der yom Kreis- 
bauinspektor Baurat Reuter in Strehlen aufgestellte Ent- 
wurf zur Instandsetzung wurde auf Grund gemeinsamer 
Besichtigung ausfilhrlich begutachtet. 
Habeischwerdt. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. II 53.) Ober den 
kilnstlerischen Wert des vorhandenen, aus der Mitte des 
letzten jahrhunderts stammenden Hochaltars und die Zu- 
lassigkeit des Ersatzes durch einen neuen Altar wurde ein 
Gutachten erstattet. 
Der Kostenanschlag zu einer neuen Orgel, mit welcher 
eine unwesentliche Anderung des Gehauses verbunden war, 
wurde zustimmend begutachtet. 
Nieder=Hannsdorf, Kreis Glatz. 
Katholische Kirche. (Verz. II 26, Veroff. IV 25.) 
Nachdem unweit der alten interessanten Kirche eine neue 
in Ziegelrohbau errichtet worden ist, sollte die erstere ab- 
gebrochen werden. Da nach Lage der Verhaltnisse die 
Erhaltung des ganzen Bauwerks nicht durchzusetzen ist, 
wurde vorgeschlagen, den besonders bemerkenswerten Chor 
mit der Sakristei als Begrabniskapelle bestehen zu lassen. 
Der Herr Regierungs-Prasident und sein technischer Referent 
Regierungs- und Baurat Maas hat sich dieses Vorschlages 
in dankenswerter Weise angenommen und die Ausarbeitung 
einer entsprechenden Bauskizze veranla6t. Da auch der 
Ortspfarrer Brauner der Angelegenheit sympathisches Ver- 
standnis entgegenbringt, besteht die Hoffnung, da6 der Chor 
gerettet werden kann. 
Die Orgel ist an die katholische Pfarrkirche in Roth- 
silrben verkauft und dort aufgestellt worden. 



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Ring 58. 


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Reglerungsbezirk Breslau, 


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Heidewilxen, Kreis Trebnitz. 
Evangelische Kirche. Bei der Instandsetzung wurde 
der angebotene Rat nicht begehri. 
Heinzendorf, Kreis W ohlau. 
Evangelische Kirche. (Verz. II 600.) Die Kirche ist 
abgebrochen worden. 
Herrnlauersitz, Kreis Guhrau. 
Evangelische Kirche. (Veroff. IV 20.) Der Tauf- 
stander ist dem Majer O. Loch zur Instandsetzung ilber- 
geben. 
Herrnstadt, Kreis Guhrau. 
EvangeJische Pfarrkirche zu St. Matthias. (Ver- 
off. V 22.) Wegen der Erweiterung hat im Oktober 1905 
eine ortliche Verhandlung durch die Herren Konservator 
der Kunstdenkmaler Geh.Oberregierungsrat Lutsch, Geh. 
Oberbaurat H06feld und Geh. Regierungsrat Nentwig 
stattgefunden. Es wurde festgestdlt, da6 eine eigentliche 
Erweiterung nicht notig ist 'und nur eine Verbesserung der 
Emporenaufgange stattzufinden hat. 
Hiinern, Kreis Trebnitz. 
Evangelische Kirche. (Verz. II 569.) Der Direktor 
Heyer und Architekt Michael yon der Handwerker- 
schule haben eine sehr eingehende Aufnahme des Fach- 
werkkirchleins mit seinen wertvollen Einzelheiten ge- 
fertigt. Eine Instandsetzung des Bauwerks wird im Auge 
behalten. 
Hiinern, Kreis W ohIau. 
Evangelische Kirche. (Verz. II 601.) Die Instand- 
setzung yon Grabmalern wurde in Aussicht genommen. 
Klein=Kreidel, Kreis W ohlau. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. IV 21.) Die auf 
dem Boden des Pfarrhauses lagernden TeiIe yon zwei wert- 
voUen Altaren der abgebrochenen Kirche sind nach Breslau 
zur voriaufigen Aufbewahrung gebracht worden. 
Krieblowitz, Landkreis Breslau. 
Die Umzaunung des Blilcher-Denkmals wurde in stand- 
gesetzt. 



26 


Regierungsbezirk Breslau. 


Kreisewitz, Kreis Brieg. 
Evangelische Kirche. (Verz. II 349.) Das mittel- 
alterliche, mit einem interessanten Spatrenaissanceumbau 
versehene Altarwerk ist abgebrochen worden, um einer 
modernen Fensterverglasung im Chor Platz zu machen. 
Gegen den Verkauf des Kunstwerks an einen Handler 
wurde Einspruch erhoben. Personliche Bemuhungen beim 
Patron der Kirche Grafen Pfeil zum Zwecke der Erhaltung 
des Altares in der Kirche blieben unbeachtet. 
Kreuzendorf, Kreis Namslau. 
Katholische Kirche. (Verz. II 498.) Durch den 
Maler jos. Langer-Breslau wurden die Ausstattungsstucke 
instandgesetzt und der Kirchenbau in barockem Sinne aus- 
gemalt. 
Kynsburg, Kreis Waldenburg. 
Burgruine. (Veroff. V 23.) Die Wiederherstellung der 
Sgraffitobemalung des' ganzen T orhauses ist im jahre 1905 
durch den Maler E. Noellner vollendet worden. Dabei 
fan den sich an der Au6enseite am Portal die Spuren yon 
schreitenden flankierenden Lowen, nach den die Erneuerung 
erfolgen konnte. HI. 3, Abb. 1. 
Landeck, Kreis Habelschwerdt. 
Katholische Kirche. (Veroff. V 24.) Der zum Ab- 
bruch gelangte alte Altar wurde yon der Kirchengemeinde 
der Provinzial-Kommission zur Verfilgung gestellt und zur 
Aufbewahrung nach Breslau tibergefUhrt. 
Langewiese, Kreis Ols. 
Katholische Kirche. Die Kirche wurde gemeinsam 
mit den Vertretern der Koniglichen Regierung, Regierungs- 
und Baurat Maas und Baurat Kohler besichtigt und uber 
geplante Instandsetzungen verhandelt. 
Kloster Leubus, Kreis W ohlau. 
Bibliotheksaal. (Veroff. V 24.) Am 21. juni 1905 
fand eine Besichtigung statt, an der die Vertreter des Finanz- 
ministeriums, des Ministeriums fUr Landwirtschaft, Domanen 
und Forsten, des Ministeriums der offentlichen Arbeiten 
und des Ministeriums der geistlichen, Unterrichts- und 
Medizinal-Angelegenheiten, des Oberprasidiums und der 



Regierungsbezirk Breslau. 


27 


Koniglichen Regierung, der Provinzialverwaltung usw. 
teiInahmen. Dieselbe biIdete den Ausgangspunkt fUr 
anschlie6ende Vergleichsverhandlungen zwischen dem Herrn 
Oberprasidenten und dem ProvinziaIausschu6, die im Laufe 
des jahres 1906 zum befriedigenden Abschlu6 gelangten. 
Inzwischen erhielt der Maler Joseph Langer yom Herrn 
Regierungs-Prasidenten zu Breslau im juni 1906 den Auf- 
trag, mit der Befestigung und Sicherung der Deckengemalde 
bezw. ihres Putzgrundes zu beginnen. Die Arbeiten wurden 
im Dezember 1906 durch den Konservator der Kunstdenk- 
maler besichtigt. HI. 7. 
Die Instandsetzung des Archivschrankes wurde nicht 
als besonders dringlich erachtet. 
Furstensaal. Eine genauere Untersuchung des 
Zustandes des gr06en Leinwand - Deckengemaldes solI 
if11 kommenden Fruhjahr durch den Maler j. Langer 
geschehen. 
Katholische Kuratialkirche. (Verz. II 603.) Den 
Instandsetzungsarbeiten an den Dachern der St. Bernardus 
und St. Benedictuskape11e wurde zugestimmt. 
Beim Verkauf yon Bruchstiicken eines geschnitzten 
Rahmens an einen Handler wurde auf die bestehenden Be- 
stimmungen hingewiesen. 
Evangelische Pfarrkirche. St. Jakob. (Verz. II 617.) 
Die Ausbesserung yon Stuckarbeiten wurde begutachtet. 
Stadtel-Leubus, Kreis Wohlau. 
Katholische Kirche. (Verz. II 618.) Der Hochaltar 
wurde durch den Maler O. Loch und den Bildhauer 
F. Bemstem instandgesetzt. 
Die als notwendig anerkannte Wiederherstellung yon 
14 Wilimann'schen BiIdern (Apostel und Salvator mundi) 
wurde noch verschoben. 
Leuthen, Kreis Neumarkt. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. IV 21.) Die Be- 
muhungen des Herrn Regierungs-Prasidenten, die politische 
Gemeinde zur Beseitigung des an die Friedhofsmauer an- 
gebauten Leiterschuppens zu bewegen, sind als erfolglos 
aufgegeben worden. 



28 


Regierungsbezirk Breslau. 


Liebenau, Kreis Munsterberg. 
Katholische Kirche. Auf Anregung und im Beisein 
des Koniglichen Landrats Dr. Kirchner hat im Marz 1906 
eine Besichtigung der Kirche stattgefunden, bei der die 
Gesichtspunkte fUr eine bevorstehende Instandsetzung fest- 
gestellt wurden. Die weiteren Verhandlungen sind noch 
im Gange. . 
Die im Verzeichnis der Kunstdenkmaler nicht aufgefilhrte 
Pfarrkirche ad Sanctum Andream ist einschiffig mit halb- 
runder Apsis und uberwolbt. Sie ist an SteIle einer aIteren 
Kirche erbaut yon 1749 bis 1753. Die Baukosten betrugen 
einschlie6lich des Hochaltars 11052 Thlr. 6 Gr. 6 H. Die 
3 AltarbiIder sind yon Franz Anton Felder (Verz. V 552) 
gem alt. Die doppelte Orgelempore und die reichen, in 
wundervollem Goldton stehenden Altare steigern den be- 
deutenden Innenraum zu gro6artiger Wirkung. 
Alt=Lomnitz, Kreis Habelschwerdt. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. II 63.) Der Herr 
Minister hat die Verau6erung eines Ciboriums romanischen 
Stils an das Schlesische Museum fUr Kunstgewerbe und 
AItertilmer genehmigt. 
Maleschwitz, Landkreis Breslau. 
Katholische Pfarrkirche. Ein Entwurf zu einigen 
An- und Umbauten wurde begutachtet. 
Militsch. 
Evangelische Pfarrkirche, Gnadenkirche. (Verz. II 
592). Es ist ein Bauprogramm zur Instandsetzung aufge- 
stellt worden. 
Miihlwitz, Kreis Ols. 
Evangelische Kirche. (Verz. II 540.) Wegen der 
geplanten Wiederherstellung wurde an art und Stelle ver- 
handelt, ein vorhandener Entwurf und Kostenanschlag ab- 
ge1ehnt und ein Gutachten uber die zu verfolgenden Ge- 
sichtspunkte abgegeben. 
Miinsterberg. 
Evangelische Kirche. (Veroff. V 26.) Zu derKirchen- 
erneuerung ist ein Gnadengeschenk yon 12500 Mark nach- 
traglich bewilligt worden. 


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Regierungsbezirk Breslau. 


29 


Katholische Pfarrkirche. (Verz. II 93.) Eine Reihe 
yon kirchlichen Kunstgegenstanden ist ohne die erforder- 
liche Genehmigung an Handler verauBert worden. 


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Abb. 4, Patschkauer Torturm in Miinsterberg, 


Pat s ch ka u e r- To rtu rm. (Veroff.IV26.) Der Weigerung 
der Stadtverwaltung gegenuber, die zur Instandsetzung des 
T orturmes nach den amtlichen Feststellungen erforderliche 
Summe yon 5717 Mark bereitzustellen, verfilgte der Herr 
Regierungs-Prasident am 4. September 1905, da6 die Stadt- 
gemeinde gehalten sei, zur Instandsetzung des T orturmes 
den genannten Betrag als au6erordentliche Ausgabe aufzu- 
bringen. Die Stadtgemeinde erhob gegen diese Verfilgung 



30 


Regierungsbezirk Breslau. 


Klage beim Koniglichen PreuBischen Oberverwaltungsgericht, 
wurde aber durch Urteil yom 19. Oktober 1906 kosten- 
pflichtig abgewiesen. Abb. 4. 
Hotel Rautenkranz. Wegen Instandsetzung der Decke 
wurde verhandelt. 
Namslau. 
Fran zi s kan erkl 0 s ter. (Veroff.IV25.) Diedurch Instand- 
setzung des Dachreiters entstehenden Kosten yon 2400 Mark 
wurden zu einem DritteI yon der Stadtgemeinde ubernommen. 
800 Mark Beihilfe gewahrte der Herr Minister und ein 
gleicher Betrag wurde yon der Provinzial-Kommission unter 
der. Bedingung bewilligt, da6 die Stadtgemeinde Namslau 
sich zur dauernden Unterhaltung des Bauwerks verpflichtet. 
Die Herstellung des Turmchens war der Oberleitung des 
Baurats Kohler in Ols unterstellt. Die Abnahme erfolgte 
Ende November 1905. 
Stadtmauer. Gegen den Verkauf eines Teiles der 
Stadtmauer Iangs des sogenannten Fuldeganges ist ein ab- 
lehnendes Gutachteri erstattet und daraufhin yom Herrn 
Regierungs-Prasidenten die Genehmigung abgelehnt worden. 
Dem Verkauf eines anderen, jetzt zu einem Stalle ge- 
horigen T eiles der Stadtmauer wurde unter der Bedingung 
zugestimmt, da6 der Kaufer sich verpflichtet, die Stadt- 
mauerteile dauernd zu erhalten. 
Neuhof, Kreis Munsterberg. 
Wegen Instandsetzung einer Pieta, aus Sandstein in 
einem Privatgarten wurde verhandelt. 
Niehmen, Kreis Ohlau. 
Katholische Kirche. (Verz. II 377.) Um den Umgu6 
einer zersprungenen wertvollen Glocke zu verhindern, hat 
die Provinzial-Kommission einen Betrag yon 70 Mark be- 
willigt und ausgezahlt. Der Kirchenvorstand hat sich ver- 
pflichtet, die Glocke in einem geeigneten Raume dauernd 
zu erhalten. 
Nimptsch. 
Schl06. (Verz. II 413.) Der Abbruch der "Hedwigs- 
burg" und Neubau eines Gerichtsgebaudes wurde ablehnend 
begutachtet. 



Regierungsbezirk Breslau. 


31 


Ols. 
Evangelische Schl06kirche. (Veroff. V 27.) Die 
Kirche ist wahrend des Umbaues am 15. juli 1905 gr06ten- 
teils eingestilrzt. Stehen geblieben ist das nordliche Seiten- 
schiff mit dem Turm, das Mausoleum an der Sudostecke 
und der Chor, sowie der gr06te Teil der Umfassungs- 
mauern. HI. 1. 
Die inzwischen erfolgten Verhandlungen und Entwurfs- 
vorarbeiten haben dahingefUhrt, da6 im wesentlichen 
ein Wiederaufbau mit Anpassung an die neuzeitlichen Ver- 
haltnisse stattfinden soiL 1m Oktober 1906 hat eine Be- 
sichtigung durch die Ministerial- Kommissare, Geheimen 
Oberbaurat H06feld, den Konservator Geheimen Ober- 
Regierungsrat Lu tsch und den Geheimen Regierungsrat 
Nentwig stattgefunden. Die Ausarbeitung des Entwurfes 
und die Bauleitung sind dem Baurat Kohler in Ols uber- 
tragen worden. 
Durch die Niederlegung des Gymnasiums ist nach 
Norden zu eine Freilegung det Kirche eingetreten, die noch 
der Milderung bedarf. 
Schl06. (Verz. II 546.) GroBere Umbauten wurden im 
Witwenstock vorgenommen. Yon den dort in drei Ge- 
schossen liegenden 6 Zimmern, die als W ohnung fUr Ihre 
Kaiserliche und Konigliche Hoheit den Kronprinzen und 
die Kronprinzessin eingerichtet wurden, bilden die zwei 
mittleren das Hochzeitsgeschenk der Provinz Schlesien. 
Die T oreinfahrt zum Schl06hofe wurde um eine Achse 
verlegt. Die Garten anlagen an der Sudseite wurden ver- 
bessert. 
Stadtmauer. Dem Abbruch eines kleinen Teiles der 
Stadtmauer wurde zugestimmt. 
Ohlau. 
Katholische Rochuskirche. Fur die Wiederher- 
stellung eines Gemaldes der Verkundigung (von Willmann 
oder Brandel?) ist eine Beihilfe der Provinzial-Kommission 
nachgesucht worden. 
Der Abbruch der Kirche zur Platzgewinnung fUr eine 
neue katholische Kirche ist in Frage gezogen worden. 



32 


Regierungsbezirk Breslau. 


Pangau, Kreis Ols. 
Evangelische Kirche. Die alte Fachwerkkirche ist 
durch einen wenig glilcklichen Ziegelrohbau ersetzt worden. 
Der Holzturm mit durchbrochener Haube steht noch. Der 
barocke Altar mit eingebauter Kanzel ist wieder verwendet 
worden. Zu seiner InstaFldsetzung ist eine Beihilfe der 
Provinzial-Kommission erbeten. 
Pitzen, Kreis Schweidnitz. 
Katholische Kirche. (Verz. II 186.) Die baufallige 
Fachwerkkirche ist niedergelegt worden. Zur Erhaltung 
yon vier Grabsteinen (1719-1754) der Familie yon Czettritz 
wurde das Erforderliche veranla6t. 
Pirscham, Landkreis Breslau. 
Die alte Fachwerkkapelle ist leider yom Magistrat der 
Stadt Breslau trotz des Einspruches beseitigt worden. 
Queutsch, Kreis Schweidnitz. 
Katholische Kirche. (Veroff. IV 26.) Zur Instand- 
setzung hat die Provinzial-Kommission 500 Mark bewilligt 
und einen weiteren Betrag in Aussicht genommen. 
Raudten, Kreis Steinau. 
Evangelische Pfarrkirche. (Verz.646.) Die Kirche 
wurde besichtigt und Vorschlage Hir die Instandsetzung der 
Ausstattungsstucke und die Ausmalung,des Innern begutachtet. 
Reichenbach. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 28.) Mit den 
Vertretern des Patronatsfiskus Regierungs- und Baurat 
Maas, Regierungsrat Dr. Richter und Bauinspektor Lucas 
fand eine Besichtigung wegen Abanderung der Emporen- 
treppe und Instandsetzung des Daches statt. Der daraufhin 
ausgearbeitete Entwurf wurde begutachtet. 
Burgerhaus Ring 19 (fruher 3) (Verz. II 166.) Das 
Gebaude ist abgebrochen. Fur die Wiederverwendung des 
Portals wurden Schritte getan. 
Reichthal, Kreis Namslau. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. II 508.) Die barocke 
Kirche wurde trotz ausdriicklicher Versagung der Genehmi- 
gung durch die Aufsichtsbehorde in stilloser und abtrag- 
licher Weise ausgemalt. 


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Triebusch, 
Kreis Guhrau. 


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ALTAR, etwa 1606. 


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Lichtdruck: Alb. Frisch, Berlin. 



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Regierungsbezirk Breslau. 


33 


Rostersdorf, Kreis Steinau. 
Evangelische Kirche. (Verz. II 647.) Eine Instand- 
setzung des Daches und des Fachwerksbaues hat statt- 
gefunden. Zur Wiederherstellung der mit Ranken bemalten 
gebogenen Decke und der Emporen ist eine Beihilfe der 
Provinzial-Kommission beantragt. 
Rothsiirben, Landkreis Breslau. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 29.) Nachdem 
die Konigliche Hofkammer als Patronatsbehorde auf 
Grund ortlicher Verhandlungen yom 6. Marz 1905 sich zur 
anteiligen Tragung der Kosten fUr die technischen Instand- 
setzungsarbeiten (mit Ausschlu6 der rein kunstlerischen) 
bereit erklart hatte, ist im Sommer desselben jahres unter 
Leitung des Regierungs-BaufUhrers Muhl die AusfUhrung 
dkser Arbeiten erfolgt. Um die Kosten fUr die kunstlerische 
Instandsetzung der wertvollen Innenausstattung zu be- 
schaffen, ist yon der Koniglichen Regierung in Breslau die 
Gewahrung eines Allerhochste.n Gnadengeschenks beantragt 
worden. Am 2. juli 1906 hat der Konservator der Kunst- 
denkmaIer Geh.Ober-Regierungsrat Lutsch die Kirche be- 
sichtigt und das Programm der weiteren Arbeiten festgelegt. 
Schawoine, Kreis Trebnitz. 
Katholische Kirche, (Verz. II 573.) Begutachtung 
der Instandsetzung eines HochaltarbiIdes. 
Schweidnitz. 
Katholische Kirche. (Veroff. V 30.) Wegen der ge- 
planten Wiederherstellung des Innern, Instandsetzung der Aus- 
stattungsstucke und Ausmalung des Kirchenraumes fanden 
mehrfacheBesichtigungen, V erhandlungen und Begutachtungen 
von Kostenanschlagen statt. Der Konservator der Kunstdenk- 
maIer Geh.Ober-Regierungsrat Lutsch besichtigte die Kirche 
im Oktober 1906. Die Arbeiten sind durch den Herrn 
Minister genehmigt und sollen im kommenden jahre durch 
die Maler jos. Langer und A. Baecker ausgefUhrt werden. 
Evangelische Friedenskirche, (Veroff. IV 26.) Ge- 
legentlich der Kaisermanover wurde die wiederhergestellte 
Kirche am 8. September 1906 durch Seine Majestat den 
Kaiser und Konig besichtigt. 


Provi nzi al- Kon se rv a to r. 


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34 


Regierungsbezirk Breslau. 


Steinau. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 30.) Zwei 01- 
gemaide (St. Katharina und St. Hieronymus) wurden yom 
Maler A. Baecker instandgesetzt. Zu den Kosten hat die 
Provinzial-Kommission eine Beihilfe yon 250 Mark gewahrt. 
Stoberau, Kreis Brieg. 
Evangelische Kirche. Die Erweiterung der an- 
sprechenden Schrotholzkirche soli durch Verlangerung nach 
Osten in Schrotholz nach einem Vorentwurfe des Regierungs- 
und Baurats Maas erfolgen. 
Striegau. 
Evangelische Pfarrkirche. (Veroff. V 30.) Fur die 
Instandsetzung der Holztur am Westportal wurde durch die 
Provinzial-Kommission eine Beihilfe yon 150 Mark gewahrt. 
Thauer, Landkreis Breslau. 
Katholische Kirche. (Veroff. V 31.) Der Kosten- 
anschlag fUr die au6eren Instandsetzungen wurde begutachtet. 
Triebusch, Kreis Guhrau. 
Evangelische Kirche. (Verz. 668.) Bei Aufstellung 
des Bauprogrammes fUr die yom Patron Grafen E. Finck 
von Finckenstein eingeleitete Wiederherstellung wurde 
Rat erteilt und die AusfUhrung besichtigt. Das Schwer- 
gewicht lag bei den dem Maler O. Loch ubertragenen 
Malerarbeiten. Die einheitlich behandelten und gleichzeitig 
mit dem Kirchenneubau yon 1606 ents.andenen Ausstattungs- 
stucke Altar, Kanzel und Taufstander wurden wiederher- 
gestellt. Die kassettierte Holzdecke von dem letzten Farben- 
uberzug befreit, so daB die ursprungliche schone Schablonen- 
malerei wieder hervortrat. Ahnliche wertvolle Bemalung 
wurde auf einem gro6en Teile des Gestuhls aufgedeckt. 
Die Einweihung der instandgesetzten Kirche fand im Bei- 
sein des Oberprasidenten, des Regierungs-Prasidenten und 
des Landeshauptmanns gleichzeitig mit der 300 jahrigen 
jubilaumsfeier am 8. juni 1906 statt. HI. 5. 
Tuntschendorf, Kreis Neurode. 
Katholische Kirche. DieAusstattungsstucke,Hochaltar, 
Kanzel und zwei Seitenaltare wurden durch eine Munchener 
Firma im Anschlu6 an den alten Bestand erneuert. 


.. 



1 


Regierungsbezirk Breslau. 


35 


Viehau, Kreis Neumarkt. 
Katholische Kirche. (Verz. II 489.) Bei Gelegenheit 
einer Instandsetzung sind Reste yon mittelalterlichen Malereien 
aufgedeckt worden, darstellend Szenen aus dem Leiden 
Christi, die mit den in Strehlitz aufgedeckten Malereien in 
Parallele zu setzen sind. Sie gehen sicher bis ins 14. jahr- 
hundert, vielleicht bis zu der yon L u t s chin den Schlu6 
des 13. jahrhunderts gesetzten Kirchenerbauung zuruck. 
Der Fund beweist aufs Neue die gro6e Verbreitung der 
Wandmalerei in der gotischen Zeit bis in die Dorfkirchen. 
Auf die Erhaltung eines gr06eren zusammenhangenden T eiles 
der fruheren Dekoration ist bei der starken Zerstorung nicht 
zu rechnen. Um die in den Malereien enthaltene Auf- 
fa
sung, die Technik und den Grad des Darstellungsver- 
mogens festzuhalten, solI ein kleiner Wandstreifen durch 
den Maler E. Noll n e r wiederhergestellt und der Bemalung 
friesartig eingegliedert werden. 
Waldenburg. 
Katholische Marienkirche. Die in den ersten jahr- 
zehnten des 18. jahrhunderts an Stelle einer alten Holzkirche 
errichtete kleine Kirche, seit der Niederlegung der alten 
katholischen Kirche der alteste Kirchbau Waldenburgs, solI 
der unerbittlichen Begradigung eines neuen Fluchtlinienplanes 
zum Opfer fallen, wahrend durch Niederlegung eines T eiles des 
gegenuberliegenden unbedeutenden Burgerhauses leicht die 
erstrebte Verbreiterung - deren Notwendigkeit ubrigens 
gro6en Zweifeln unterliegt - zu erzielen ware. Es ist 
ein eingehendes Gutachten erstattet und Einspruch er- 
hoben worden. 
GroBa Wartenberg. 
KathoIische Pfarrkirche. (Veroff. V 31.) Die Instand- 
setzung yon zwei Seitenaltaren erfolgt durch den Maler 
A. Baecker. Von der Provinzial-Kommission ist eine Bei- 
hilfe dazu erbeten. 
Weicherau, Kreis Neumarkt. 
Katholische Ki rche. Eine Wiederverwendung fUr 
die auf dem Boden lagernden Reste der fruheren Seiten- 
altare hat sich bisher nicht gefunden. 


3* 



36 


Regierungsbezirk Breslau. 


GroB=Wierau, Kreis Schweidnitz. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 32,) Der Er- 
weiterungsbau ist unter Leitung des Baurats Walther in 
Schweidnitz inzwischen aufgefUhrt worden. Wegen der 
Wiederverwendung des alten Hauptaltars wurde ver- 
handelt. 
Alt=Wilmsdorf, Kreis Glatz. 
Beim Bau der Eisenbahn Glatz-Rikkers wurde unweit 
des jetzigen Stationsgebaudes Alt-Wilmsdorf ein Denkmal 
von der Stelle beseitigt, wo Herzogjohann yon Munsterberg 
am Abend des 27. Dezember im Kampfe gegen die Hussiten 
den Heldentod starb. Auf Anregung des Mitgliedes der 
Provinzial-Kommission Kanonikus Professor Dr. Sprotte 
wurde mit der Koniglichen Eisenbahn-Direktion wegen Auf- 
richtung eines einfachen Steines zur Erinnerung an diesen 
geschichtlichen Vo
gang verhandelt. 
Wfiltschkau, Kreis Neumarkt. 
Evangelische Kirche. (Veroff.V32.) Die neue Kirche, 
in welcher die alten Ausstattungsstucke, Altar, Kanzel, Orgel, 
sowie die bemalten EmporenfU1lungen wiederverwendet 
wurden, ist im juli 1905 eingeweiht worden. Zur Instand- 
setzung der Ausstattungsstikke im Interesse der Denkmal- 
pflege hat die Provinzial- Kommission eine Beihilfe yon 
500 Mark gewahrt. 
Wiinschelburg, Kreis Neurode. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. II 48.) Ein Ent- 
wurf fUr die Erweiterung der Blitzableiteranlage wurde 
begutachtet. 
Zindel, Kreis Brieg. 
Evangelische Kirche. (Verz. 11367 Veroff.IV 31.) Der 
spatmittelalterliche Altarschrein wurde durch den Bildhauer 
F. Bemstem und den MalerO. Loch wiederhergestellt. HI. 2. 
Zobten, Kreis Schweidnitz. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 32.) Die bunten, 
kunstlerisch ungenugenden Glasfenster sind trotz des Ver- 
bots des Patronatsfiskus eingesetzt worden. 



Regierungsbezirk Liegnitz. 


37 


Regierungsbezirk Liegnitz. 
Bethlehem, Kreis Landeshut. 
Wasserpavillon. (Verz. III 383, Veroff. V 33.) Ffir 
Instandsetzung des Bauwerks hat die Provinzial-Kommission 
300 Mark, der Riesengebirgsverein ebenfalls 300 Mark be- 
willigt. Die AusfUhrung ist noch vertagt worden, da das 
Gelande fUr die Wasserversorgung yon Landeshut angekauft 
worden und erst die Entscheidung fiber seine zukunftige 
Verwendung abzuwarten ist. 
Bunzlau. 
Evangelische Kirche. (Verz. III 551.) Bei der im 
Jahre 1906 durchgefUhrten Instandsetzung wurde der Pro- 
vinzial-Konservator nicht zugezogen. 
Friedeberg a. K., Kreis Lowenberg. 
Begutachtung eines Munzenfundes im evangelischen 
Pfarrhause. 
Freystadt. 
Stadtmauer. (Verz. III 86.) Der Abbruch eines Teiles 
der Stadtmauer wurde ablehnend begutachtet. 
Ober=GUisersdorf, Kreis Lfiben. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 34.) Der auf- 
gestellte Entwurf fUr die Instandsetzung wurde begutachtet. 
Eine Staatsbeihilfe ist fUr die Gemeinde erbeten. 
Glogau. 
Franziskanerkirche, jetzt Zeughaus, (Verz. III 36, 
Veroff. IV 32.) Es schweben Verhandlungen wegen Erwerb 
der Kirche und Verwendung derselben zu evangelisch- 
kirchlichen Zwecken. Es wurde dafUr eingetreten, da6 auch 
die Herberstein'sche Kapelle in den etwaigen Kauf ein- 
geschlossen und dadurch dauernd erhalten wird. 
Reformierte Kirche. Evangelische Garnisonkirche. 
(Veroff. V 34.) Ober die Abgrenzung des Gymnasialhofes 
gegen den Weinkellerzugang des Kaufmanns Bauch wurde 
eine Verstandigung erreicht. 
Goldberg. 
Evangelische Pfarrkirche. (Verz. III 293, Veroff. III 
28, IV 32.) Nachdem ein ausfUhrlicher Entwurf fUr die 



38 


Regierungsbezirk Liegnitz. 


Instandsetzung der Kirche durch Professor Poelzig, Breslau, 
ausgearbeitet worden war, hat am 12. Oktober 1905 eine 
ortliche Besichtigung und Verhandlung durch die Ministerial- 
Kommissare Geheimen Oberregierungsrat H06feld, Kon- 
servator Geheimen Oberregierungsrat L u t s c h und Geheimen 
Regierungsrat N e n t wig stattgefunden, in welcher die Ge- 
sichtspunkte fUr den Wiederherstellungsbau festgestellt 
wurden. Die Ausarbeitung eines neuen Entwurfes auf Grund 
dieser Feststellungen ist dem Regierungs-Baumeister Clinge- 
stein in Liegnitz ubertragen. Zu den auf etwa 125000 
Mark veranschlagten Kosten ist beim Provinzial-Landtag 
eine Beihilfe von 5000 Mark beantragt. Au6erdem hat die 
Provinzial- Kommission zur Instandsetzung von Einzel- 
denkmaJern bereits fruher 500 Mark bewilligt und die 
entsprechende Erhohung dieses Betrages in Aussicht gestellt. 
Ober die beantragte Staatsbeihilfe ist eine Entscheidung 
noch nicht ergangen. 
Gorisseiffen, Kreis Lowenberg. 
Kathol ische Kirche. (Verz. III 487.) Der Entwurf zu 
einer Blitzableiteranlage wurde begutachtet. 
Gorlitz. 
Oberkirche, Klappaltar. (Verz. III 661.) Der mit 
Vorbehalt des Eigentumsrechtes im Kaiser Friedrich-Museum 
aufgestellte Klappaltar, im Volksmunde "die goldene Marie" 
genannt, ist yom Maler A. Baecker, Breslau, wiederher- 
gestellt worden. 
Kirche zum heiligen Grabe. (Verz. III 675.) Die 
vermorschte Turmspitze ist genau in der alten Form er- 
neuert worden. 
Heilige Geistkirche. (Verz. III 675, Veroff. V 35.) 
Die Kirche ist 1905 abgebrochen worden. Der Altar, die Orgel 
und eine Rokokokartusche sind der evangeIisch-lutherischen 
Gemeinde zur Wiederverwendung bei dem inzwischen 
ausgefUhrten Ersatzbau uberwiesen worden. Das Treppen- 
gelander ist im Kaiser Friedrich-Museum untergebracht. 
Nikolaikirch hof. (Veroff. V36.) Dreizehn geschichtlich 
oder kunstIerisch wertvolle Grabsteinplatten yom Kirchhofe 
wurden gehoben, gereinigt und im Innern der Kirche in 


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38 


Regierungsbezirk Liegnitz. 


Instandsetzung der Kirche durch Professor Poelzig, Breslau, 
ausgearbeitet worden war, hat am 12. Oktober 1905 eine 
ortliche Besichtigung und Verhandlung durch die Ministerial- 
Kommissare Geheimen Oberregierungsrat H06feld, Kon- 
servator Geheimen Oberregierungsrat L u t s c h und Geheimen 
Regierungsrat N e n t wig stattgefunden, in welcher die Ge- 
sichtspunkte fUr den Wiederherstellungsbau festgestellt 
wurden. Die Ausarbeitung eines neuen Entwurfes auf Grund 
dieser feststellungen ist dem Regierungs-Baumeister Clinge- 
stein in Liegnitz ubertragen. Zu den auf etwa 125000 
Mark veranschlagten Kosten ist beim Provinzial-Landtag 
eine Beihilfe von 5000 Mark beantragt. Au6erdem hat die 
Provinzial- Kommission zur Instandsetzung yon Einzel- 
denkmaJern bereits fruher 500 Mark bewilligt und die 
entsprechende Erhohung dieses Betrages in Aussicht gestellt. 
Ober die beantragte Staatsbeihilfe ist eine Entscheidung 
noch nicht ergangen. 
Oorisseiffen, Kreis Lowenberg. 
Kathol ische Kirche. (Verz. III 487.) Der Entwurf zu 
einer Blitzableiteranlage wurde begutachtet. 
Oorlitz. 
Oberkirche, Klappaltar. (Verz. III 661.) Der mit 
Vorbehalt des Eigentumsrechtes im Kaiser Friedrich-Museum 
aufgestellte Klappaltar, im Volksmunde "die goldene Marie" 
genannt, ist yom Maler A. Baecker, Breslau, wiederher- 
gestellt worden. 
Kirche zum heiligen Grabe. (Verz. III 675.) Die 
vermorschte Turmspitze ist genau in der alten Form er- 
neuert worden. 
Heilige Geistkirche. (Verz. III 675, Veroff. V 35.) 
Die Kirche ist 1905 abgebrochen worden. Der Altar, die Orgel 
und eine Rokokokartusche sind der evangelisch-lutherischen 
Gemeinde zur Wiederverwendung bei dem inzwischen 
ausgefUhrten Ersatzbau uberwiesen worden. Das Treppen- 
geJander ist im Kaiser Friedrich-Museum untergebracht. 
Nikolaikirch hof. (Veroff. V36.) Dreizehn geschichtlich 
oder kunstlerisch wertvolle Grabsteinplatten yom Kirchhofe 
wurden gehoben, gereinigt und im Innern der Kirche in 



Regierungsbezirk Liegnitz. 


39 


der Nahe des Altars verwahrt. Zu den Kosten hat die 
Provinzial-Kommission 130 Mark beigetragen. 
Nei6stra6e 19. Der wiederholte Anstrich der Fassade 
mit Olfarbe konnte leider trotz den Bemuhungen der 
heimischen Pfleger nicht verhindert werden. 
Bruderstra6e 8. "Schonhof". Angesichts eines drohen- 
den Umbaues, welcher den Kunst- und Geschichtswert des 
Hauses zerstoren wurde, sind Bemuhungen der stadtischen 
und staatlichen Behorden im gange, den Bestand des Bau- 
werks durch Ankauf zu sichern. 
Greiffenberg, Kreis Lowenberg. 
Markt Nr. 10. Die Laube dieses Hauses, die letzte 
auf der einen Marktseite noch vorhandene, wurde leider 
geschlossen und als Laden eingerichtet. 
. Groditzburg, Kreis Goldberg. (Verz. III 315.) 
Auf der Burg (Besitzer Kaiseri. Gesandter von Dirksen) 
sind Instandsetzungsarbeiten, im gange. Es handelt 
sich im wesentlichen um ausgiebige Sicherungsarbeiten 
durch Errichtung eines steilen Daches und Einsetzen yon 
fenstern und Turen am alten Pallas, dessen schone alte 
Gewolbe dabei unberuhrt bleiben. 
Griissau, Kreis Landeshut. 
Klosterkirche und KIostergebaude. (Verz. III 376, 
Veroff. IV 33.) 
Die Gebaulichkeiten wurden am 8. Mai 1906 durch die 
Ministerial- Kommissare Geheimen Oberbaurat H 0 6 f e 1 d, 
Konservator der Kunstdenkmaler Geheimen Oberregierungs- 
rat Lutsch und Geheimen Regierungsrat Nentwig in An- 
wesenheit yon Vertretern aller Provinzialinstanzen besichtigt 
und ein Programm fUr die Instandsetzungsarbeiten festgelegt. 
Hausdorf, Kreis Bolkenhain. 
Katholische Kirche. (Verz. III 356.) Die Instand- 
setzung der Turmhaube wurde begutachtet. 
Haynau. 
Evangelische Pfarrkirche. (Veroff. IV 33, V 38.) Am 
13. Oktober 1905 hat eine Besichtigung der Kirche durch 
die Herren Ministerialkommissare in Anwesenheit der 
Provinzialinstanzen stattgefunden, bei welcher der yom 


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40 


Regierungsbezirk Liegnitz. 


Landbauinspektor K 0 h t e aufgestellte Entwurf im allgemeinen 
als zur AusfUhrung geeignet empfohlen und die Grundzuge 
fUr die weitere Bearbeitung festgestellt wurden. 
fur Instandsetzung yon Epitaphien und Einzelteilen 
der Emporen hat die Provinzial-Kommission zur Erhaltung 
und Erforschung der KunstdenkmaIer eine Beihilfe yon 
2000 Mark bewilligt. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 38.) Ober die 
spatere Verwendung der Kirche und ihrer Ausstattungs- 
stucke nach Errichtung des bewilligten groBen Neubaues 
ist noch nicht Entscheidung getroffen. 
Heidau=Ober, Kreis Liegnitz. 
Evangelische Kirche. (Verz. III 260.) Begutachtung 
der Erneuerung des Turmdaches. 
Hermsdorf, Kreis Gorlitz. 
Evangelische Kirche. (Veroff. IV 34.) Als Ersatz 
fUr die unbedeutende und baufallige Kanzel wird eine an 
die Formen des Altars anschlie6ende neue Kanzel mit Bei- 
hilfe der Provinzial-Kommission ausgefUhrt. 
Hermsdorf, Kreis Hoyerswerda. 
Evangelische Kirche. DerVerkauf yon 2 gotischen 
AltarflUgeln, 3 Heiligenfiguren, 1 Bild und 1 Gestell zu 
einer Sanduhr an das Kaiser Friedrich-Museum in Gorlitz 
wurde durch den Herrn Minister genehmigt. 
Hirschberg. 
Katholische Kirche. (Veroff. IV 34, V 38.) Der Um- 
bau der zwei Westemporen und der Vorbau eines Treppen- 
hauses wurde 1905 unter Leitung des Architekten Pu 1 ver 
in Hirschberg fertiggestellt. 
Gnadenkirche. (Veroff. V 38.) Um die leider immer 
wieder vorkommenden Entstellungen schoner GrabdenkmaIer 
auf dem Friedhofe der Kirche durch wohlgemeinten 01- 
farbenanstrich, AusmeiBeln yon alten Inschriften u. s, w, 
kunftig moglichst zu verhindern, hat der Gemeindekirchen- 
rat verscharfte Bestimmungen getroffen. 
Zur Instandsetzung der Thomann'schen Gruft, deren 
Kosten auf 740 Mark ermittelt sind, ist eine Beihilfe der 
Provinzial-Kommission beantragt. 



 



Liegnitz. 
Piastengruft. 


Veroffentlichungen VI, 
Tafel 6. 


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INNENANSICHT. 


Aufnahme: Kg\. Messbildanstalt, Berlin, 


Lichtdruck: A. Frisch, Berlin. 



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Regierungsbezirk Liegnitz. 


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Kapelle zum heiligen Geist. Die Niederlegung der 
wenig bedeutenden Kapelle ist yom Herrn Minister ge- 
nehmigt worden, die Ausstattungsstficke sind zum gr06ten 
Teil im Museum des Riesengebirgsvereins untergebracht. 
Der Altar wird in der Marienkirche aufgestellt. Ein Portal- 
gewande und sonstige Architekturteile werden yom Magistrat 
an anderer Stelle der Stadt wieder verwendet und so 
erhalten. 
Hochkirch, Kreis Glogau. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. III 45.) Der Entwurf 
fUr eine Blitzableiteranlage wurde zustimmend begutachtet. 
Hoyerswerda. 
Evangelische Kirche. (Verz. III 783.) Wegen der 
angeregten Instandsetzung der Kirche, namentlich des Innern, 
wurde an art und Stelle verhandelt und ein ausfUhrliches 
Gutachten erstattet. Der Maler E. Noll n e r ist beauftragt 
worden, eine Entwurfsskizze fUr die Bemalung des Innern 
zu fertigen. 
Jakobsdorf, Kreis Liegnitz. 
Wegen eines Munzenfundes yon etwa 230 Munzen, 
fast durchweg aus den jahren 1624-36, wurde Bericht 
erstattet. f 
Jauer. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. III 401.) Wegen 
Einrichtung einer Beleuchtungsanlage wurde Rat erteilt. 
Evangelische Friedenskirche. (Veroff. V 39.) Zur 
Wiederherstellung und sachgema6en Aufstellung yon alten 
GrabdenkmaIern hat die Provinzial-Kommission 500 Mark 
bewilligt. 
Zu den Kosten fUr die Wiederherstellung des gesamten 
Bauwerks, die auf 48350 Mark festgestellt worden sind, 
ist eine staatliche Beihilfe yon 15000 Mark gewahrt worden. 
Die Instandsetzung ist unter Leitung des Koniglichen Bau- 
rats Pfeiffer, dem der Regierungs-BaufUhrer Kyser bei- 
gegeben war, durchgefUhrt worden, Die Einweihung des 
neuverjungten Gotfeshauses fand am 31. Oktober 1906 in 
Anwesenheit Seiner Kaiserlichen und Koniglichen Hoheit 
des Kronprinzen statt. 



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Regierungsbezirk Liegnitz 


Stadtmauer. (Veroff. IV 34, V 38.) 
Der Antrag der Stadtverwaltung wegen Erhohung der 
Staatsbeihilfe yon 4500 Mark zur Wiederherstellung der 
Bastei aus Anla6 einer entstandenen Kostenerhohung wurde 
begutachtet. 
Fur die Verbesserung der Verhaltnisse an der Iangs des 
katholischen Friedhofes sich hinziehenden und an das 
Schulhaus anst06enden Stadtmauer, insbesondere zur 
Trockenlegung der Schule, wurden VorschIage gemacht. 
Jauernick, Kreis Gorlitz. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. III 739.) Begut- 
achtung yon Entwurfen fUr einen Erweiterungs- und Umbau. 
Kesselsdorf, Kreis Lowenberg. 
Evangelische Kirche. (Bethaus.) Gegen den ge- 
planten Abbruch des unbedeutenden Gebaudes wurden 
Bedenken nicht erhoben. Yon der inneren Einrichtung 
wurde namentlich der Qrgelprospekt als erhaltenswert be- 
zeichnet. 
Kieslingswalde, Kreis Gorlitz. 
Evangelische Pfarrkirche. (Verz. III 739.) Die Ver- 
au6erung eines Abendmahlkelches aus spatromanischer Zeit 
an das Kaiser Friedrich-Museum in Gorlitz erhielt die 
Staatsgenehmigung. 
Kriegheide, Kreis Luben. 
Evangelische Grenzkirche. (Verz.1II190.) Die in 
Fachwerk 1656 errichtete Grenzkirche fUr die Gemeinden 
im sudwestlichen Teile des Glogauer und im westlichen 
Teile des Sprottauer Kreises ist 1906 gelegentlich des 
250jahrigen jubilaums instandgesetzt worden, wobei leider 
die Interessen der Denkmalpflege in mehreren Punkten 
nicht berucksichtigt wurden, Die Kirche ist, wohl zu Anfang 
des 18. jahrhunderts, nach Osten erweitert worden und 
zeigt im Innern auf alIen vier Seiten herumlaufende - und 
im Suden bei der Kanzel unterbrochene - Emporen, die 
ebenso wie Decken und Wande volkstumlich, aber in 
stimmungsvoller Farbenwirkung bemalt sind. Interessant 
ist ein Palmbaum der Kanzel gegenuber in der Mitte des 
Raumes, dessen Zweige eine Durchbrechung der Decke 



Regierungsbezirk Liegnitz. 


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architektonisch versinnlichen. In Zeiten starken Kirchen- 
besuches konnten so yom Dachboden aus noch Kirchen- 
besucher den Geistlichen sehen und horen. Auch sonst klingt 
das Motiv des Palmenwedels in der Kirche aIlenthalben vor. 
Kroppen, Kreis Hoyerswerda. 
Evangelische Kirche. (Verz. III 783,) Der Verkauf 
des prachtigen Renaissancepokals an das Kaiser Friedrich- 
Museum in Gorlitz hat die Staatsgenehmigung erhalten. 
Langenau, Kreis Lowenberg. 
Evangelische Kirche. Ein Entwurf fUr einen Turm- 
bau fUr die kleine aus der Wende des 18. jahrhunderts 
stammende Saalkirche mu6te als stilistisch ungeeignet be- 
zeichnet werden. 
Lauban. 
Bruderturm. (Verz. III 618.) Zu der yon der Stadt- 
verwaltung durchgefUhrten Instandsetzung hat die Provinzial- 
Kommission eine Beihilfe yon 300 Mark gewahrt. 
Liebenthal, Kreis Lowenberg. 
Die Instandsetzung yon zwei offentlichen Bildwerken, 
der Mariensaule am Marktplatz und der Maternusstatue ist 
eingeleitet. Yon der Provinzial-Kommission ist eine Beihilfe 
dazu zugesagt worden, 
Liegnitz. 
Piastengruft. (Veroff. III 30, IV 35, V 41.) Die Instand- 
setzung ist abgeschlossen. Der Maler J. Langer hat die 
WiederhersteIlung des unteren Teiles beendigt. Yon den 
Wandbildern wurden nur diejenigen instandgesetzt und er- 
ganzt, yon denen wesentliche Teile erhalten waren. Der 
Bildhauer Professor We rn e r- Schwarzburg hat die Fehlstellen 
und Fehlteile an den Alabasterfiguren (Veroff. IV HI. 6) erganzt. 
Durch den Silberschmied T. Schmitz sind die Sarkophage 
gereinigt und ausgebessert worden. (Veroff. V HI. 8.) 
Neuerdings ist die Anlage eines besonderen Zuganges 
yon au6en in die Gruft - die bisher nur yon der benach- 
barten katholischen Johanniskirche aus zugangig ist - an- 
geregt und zu seiner Aufnahme die ehemalige Altarnische 
vorgeschlagen worden. Yom Standpunkte der Denkmalpflege 
wurde gegen diesen Plan Einspruch erhoben. Tfi. 6. 


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Regierungsbezirk Liegnitz. 


Peter- und Paulkirche. (Verz. III 207.) Die Anregung, 
das Au6ere der Kirche durch Epheubepflanzung zu beleben, 
ist abgelehnt worden. 
Liebfrauenkirche. (Veroff. V 41, Denkmalpflege 1907 
S. 3.) Der Umbau der Kirche ist unter Oberleitung des 
Stadtbaurats Oehlmann durch den Architekten H. Kratz 
durchgefUhrt worden. Die Einweihung hat am 31. Mai 1906 
stattgefunden. 
Yon einschneidender Bedeutung war die Rikkbildung 
der in der klassizistischen Zeit 1822/28 mit massiven 
Emporeneinbauten versehenen Kirche in eine Hallenkirche. 
Die Westfront erhielt drei neue Sandsteinportale, Bei den 
Einbauten im Innern, der Orgelempore, zwei Logen und 
dem hochliegenden Presbyterium wurde der Ausschmuckung 
mit Terrakotten ein ziemlich gr06es Feld eroffnet. 
Leubuser Haus. (Verz. III 255.) Der Ankauf des 
sogenannten Leubuser. Hauses am Kohlmarkt, um die Er- 
haltung sicherzustellen, ist durch die Stadt Liegnitz mit 
Rucksicht auf ihre ungunstige finanzielle Lage abgelehnt 
worden. 
Haynauer Torturm. (Veroff. V 41.) Yon einer Be- 
seitigung der Reklamen ist, da der Inhaber des Hauses 
kontraktliche Verpfichtungen hinsichtlich derselben uber- 
nommen hat, vorlaufig abgesehen worden. Eine Eingabe 
des Inhabers an den Herrn Minister wegen Aufhebung 
einer VerfUgung der Stadtpolizeiverwaltung in Liegnitz, durch 
welche ihm die Beseitigung neuhergestellter Putzflachen 
aufgegeben wurde, ist abgelehnt worden. 
Lissa, Kreis Gorlitz. 
E vangeli sche Ki rche. (Verz. III 744.) Der Verkauf 
yon folgenden Gegenstanden an das Kaiser Friedrich- 
Museum in Gorlitz ist durch den Herrn Minister genehmigt 
worden: 
Eine Abendmahlskanne yon 1667, ein Abendmahlskelch 
aus dem jahre 1500, ein Leuchter, ein Taufbecken, eine 
Taufkanne, eine Hostienbuchse, eine aIte Predigtuhr, ein 
altes eisernes Kreuz yon 1590, zwei Bilder des Pastors 
Pfeffer und seiner T ochter. 


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Regierungsbezirk Liegnitz. 


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Damit sind im wesentlichen die beweglichen Kunst- 
gegenstande der Kirche ins Museum gewandert. 
Lowenberg. 
Rathaus. (Veroff. V 42.) Die Einweihung des unter 
Leitung yon Professor Poelzig wiederhergestellten und 
durch den Umbau eines Treppenhauses und einer Verkaufs- 
halle erweiterten Rathauses hat am 25. September 1905 
stattgefunden. 
Zu den Kosten hat Seine Majestat der Kaiser und Konig 
aus dem Allerhochsten Dispositionsfond 20000 Mark be- 
willigt. Die Provinzialverwaltung hat 5000 Mark beigesteuert 
und der Herr Kultusminister eine Staatsbeihilfe yon eben- 
falls 5000 Mark gewahrt. 
. Liiben. 
Evangelische Kirche. (Veroff. II 17, III 31, IV 38.) 
Auf Grund eines durch den Geheimen Baurat Uber er- 
statteten Gutachtens ist die Genehmigung zur Einrichtung 
einer Gasheizungversagt und eine Niederdruck-Dampfheizung 
empfohlen worden. 
Pulverturm. (Veroff. V 43.) Zur Instandsetzung des 
Turmes hat die Provinzial-Kommission eine Beihilfe von 
500 Mark bewilligt. Die Ausfiihrung unter Baurat Pfeiffer 
ist in die Wege geleitet. 
Meuselwitz, Kreis Gorlitz. 
Evangelische Kirche. (Verz. III 748). Begutachtung 
einer geplanten Blitzableiteranlage. 
Maiwaldau, Kreis Schonau. 
Evangelische Kirche. Die schone Orgel aus dem 
18. jahrhundert soli ein neues Werk unter Beibehaltung des 
alten Prospektes erhalten. Zur Instandsetzung des Gehauses 
ist eine Beihilfe der Provinzial-Kommission erbeten. Abb. 5 
Milkau, Kreis Sprottau. 
Katholische Kirche. (Verz. III 112.) Beim Wieder- 
aufbau des durch Blitzschlag 1905 arg beschadigten und 
abgebrochenen Turmhelmes wurde Rat erteilt. 
Muskau, Kreis Rothenburg. 
Evangelische Kirche. (Verz. III 770.) Durch den 
Patron der Kirche Grafen yon Arnim ist eine kunstlerische 



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Abb, 5. Orgel der evang, Kirche in Maiwaldau. 


Wiederherstellung des Innern 1905 durchgefUhrt worden. 
Die Instandsetzung des Altars, der Kanzel, der Orgel, 
Logen u. s. w., sowie die Ausmalung des Innenraumes lag 
in den Handen des Maiers O. Loch-Breslau. Bei einigen 
Stuckarbeiten war der Stuckateur Paul Kretschmar-Berlin 
beteiligt. 
Oppau, Kreis Landeshut. 
Katholische Kirche. (Verz. III 393.) Die Kirche ist 
im Sommer 1905 durch einen Blitzschlag getroffen worden 
und bis auf die Umfassungsmauern abgebrannt. Der Ent- 
wurf fUr den Wiederaufbau wurde begutachtet. Erhohtes 
Interesse im Sinne der Denkmalpflege verdient nur der 
eigenartig zentral angelegte und gegen das Langhaus 


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Regierungsbezirk Liegnitz. 


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verbreiterteChor, der glikklicherweise samt seiner Ausstattung 
im wesentlichen erhalten geblieben ist. 
Oyas, Kreis Liegnitz. 
Evangelische Kirche. (Verz. III 268.) Der Verkauf 
eines Renaissancekelches an das Schlesische Museum fUr 
Kunstgewerbe und Altertiimmer hat die Staatsgenehmigung 
erhalten. 
Parchwitz, Kreis Liegnitz, 
Sch106. (Verz. III 270.) Der neue Besitzer, Oraf yon 
Strachwitz hat das Innere des Schlosses ausbauen lassen, 
wobei einige Tiireinfassungen eine veranderte AufstelIung 
erhalten haben. 
Pombsen, Kreis jauer. 
Katholische Kirche. (Veroff. V. 43.) Der Hochaltar ist 
dmch den Bildhauer F. Bemstem und den Maler O. Loch 
wieder hergesteIlt worden. 
Der Entwurf und Kostenanschlag fUr die Instandsetzung 
der Kirche wurde begutachtet.' 
Rohnau, Kreis Landeshut. 
Evangelische Kirche. (Verz.1II 394.) Begutachtung 
der neuen Dacheindeckung. 
Rohnstock, Kreis Bolkenhain. 
Katholische Kirche. (Verz. III 360.) Bei Instand- 
setzung des Turmes wurde die Eindeckung der Haube mit 
Kupfer statt des' veranschlagten Eisenbleches dringend 
empfohlen, auch eine diesbezugliche VorstelIung an den 
Patron, Orafen Bolko yon Hochberg gerichtet. Eine 
Beihilfe der Provinzial-Kommission soli erbeten werden. 
Rotbriinnig, Kreis OoIdberg-Haynau. 
Katholische Kirche. (Verz. III 321.) Der Umbau 
der Orgel ist genehmigt. 
Riickersdorf, Kreis Sprottau. 
Evangelische Kirche. (Veroff. IV 39, V.40.) Die 
WiederherstelIung der Kirche ist unter Leitung des Kreis- 
bauinspektors Wen d t 1905' beendet worden. Die Ausmalung 
des Innern und Instandsetzung der Ausstattungstiicke hat 
der Maler jos. Langer ausgefUhrt. 



48 


Regierungsbezirk Liegnitz. 


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Sagan. 
Stadtmauer. (Veroff. V 45.) Nach Besichtigung durch 
den Konservator der Kunstdenkmaler hat der Herr Minister 
festgestellt, welche Teile der Stadtmauer erhalten werden 
miissen. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 44.) DerAnstrich 
der Vorhalle ist yom Konservator der Kunstdenkmaler als 
"eine ziemlich starke Verschlechterung des kiinstlerischen 
Wertes" bezeichnet worden. Oliicklicherweise wird er 
bereits wieder abgangig, so da6 demnachst einer sach- 
gema6en Wiederherstellung der Weg geoffnet wird. 
Schmiedeberg, Kreis Hirschberg. 
Die Instandsetzung der beiden Kriegergrabdenkmaler 
auf dem katholischen und evangelischen Friedhofe wurde 
begutachtet. 
Schmottseifen, Kreis Lowenberg. 
Katholische Kirche, (Verz.1II 535,) Begutachtung 
eines Kostenanschlages fUr Instandsetzung und Ausmalung 
der Kirche. 
Schomberg, Kreis landeshut. 
Katholische Kirche. (Verz. V 45.) Die Verhandlungen 
wegen Instandsetzung der Ausstattungsstiicke haben bisher 
zu keinem Ergebnis gefOhrt. 
Schonberg, Kreis Lauban. 
Evangelische Kirche, (Verz.1II625.) WegenReinigung 
und Instandsetzung alter schmiedeeiserner Orabkreuze wurde 
Rat erteilt. 
Nieder-Schwerta, Kreis Lauban. 
Burgruine. (Verz. III 628.) Die Niederlegung der 
Burgreste, um einer Fabrik Platz zu machen, steht in Frage. 
Mit dem Besitzer wurde verhandelt. 
Die alte Burgglocke yon 1509 ist in das Kaiser Friedrich 
Museum nach Oorlitz gekommen. 
Seiffersdorf, Kreis Liegnitz. . 
Evangelische Kirche. (Veroff. IV 41.) Die Familie 
yon Schweinitz hat fOr sachgema6e und planmaBige Auf- 
stellung der zahlreichen Ahnengrabsteine Sorge getragen. 



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Regierungsbezirk Llegnitz, 


49 


Sprottau. 
Stadtmauer. (Verz. III 119.) Die Niederlegung eines 
Stuckes der Stadtmauer wurde zugestanden. 
Mittel-Steinkirch, Kreis Lauban. 
Evangelische Kirche. Die Fachwerkkirche ist 
niedergelegt und durch einen massiven Neubau ersetzt 
worden. 
Streckenbach, Kreis Bolkenhain. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 46.) DieSicherung 
der Kupfersarge und Instandsetzung der Oruff wurde bei 
der Familie yon Zedlitz angeregt. 
Tauchritz, Kreis Oorlitz. 
Evangelische Kirche. (Verz. III 758.) Entwtirfe fUr 
einen geplanten Kirchturm wurden begutachtet und neue 
VorschHige gemacht. 
. Schl06. Wegen der Erhaltung der schonen Stuck- 
decken wurde an art und Stelle verhandelt und Vorschlage 
gemacht. 
Wahlstatt, Kreis Liegnitz. 
Katholische Kirche. (Veroff. V 47.) 1m Juli 1905 
hat eine Besichtigung der Kirche durch die Ministerial- 
Kommissare Oeheimen Baurat Schultze und Oeheimen 
Regierungsrat Nentwig stattgefunden. 
Waldau, Kreis Liegnitz. 
Tranensaule. (Verz. III 285.) Zur Instandsetzung der 
Saule hat der Herr Minister der geistlichen, Unterrichts- und 
Medizinal-Angelegenheiten I 10 Mark bewilligt. 
Gro8-WandriB, Kreis Liegnitz. 
Evangelische Kirche. (Verz. III 287.) Die Kanzel 
yon etwa 1600 ist durch den Maler 0. Loch wiederher- 
gestelIt worden. 
Kirche Wang in Bruckenberg. 
Infolge einer Immediat-Eingabe der Kirchengemeinde 
Wang wurde tiber die Wiederherstellung des yom Konig 
Friedrich Wilhelm IV errichteten Denkmals der Orafiri yon 
Reden ein Outachten erstattet. Der Konservator der Kunst- 
denkmaler Oeh. Ober-Regierungsrat L u t s c h besichtigte das 
Denkmal im Mai 1906. 


Pro vi n zial- Kons erv a to r. 


4 



50 


Regierungsbezirk Oppeln. 


Wittgendorf, Kreis Sprottau. 
Evangelische Kirche. Der Abbruch der Standerwerk- 
kirche wurde als unzuIassig bezeichnet. 
Zoning, Kreis Freystadt. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 47.) Zu dem 
Wiederaufbau des Turmes hat der Herr Minister eine 
Staatsbeihilfe yon 5500 Mark gewahrt. 


Regierungsbezirk Oppeln. 
Altewalde, Kreis Nei6e. 
Katholische Kirche. (Veroff. V 47.) Die ministerielIe 
Oenehmigung zur Niederlegung des Langhauses ist erteilt 
worden. Yon dem Bau bleibt sonach nur der Chor erhaIten. 
Der Vorentwurf fUr den Wiederaufbau wurde begutachtet. 
Bielitz, Kreis Falkenberg. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 205.) Wegen Er- 
weiterung der Kirche wurde mit den Vertretern der Regierung 
in Oppeln, Regierungs- und Baurat Oeick, Regierungsrat 
Herrfahrdt und Baurat Schalk an art und StelIe verhandelt. 
Ausgehend davon, da6 der Chorgiebel erhalten werden muB, 
sind zwei Losungen fUr die Oestaltung des Erweiterungs- 
baues als gangbar bezeichnet worden. Auch der Turm 
bleibt dabei erhalten. 
Bischofswalde, Kreis NeiBe. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz.IV 66.) Der geplante 
Anbau einer KapelIe an das Presbyterium wurde begutachtet. 
Bodland, Kreis Rosenberg. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 47.) 1m Verlauf 
der BauausfUhrung wurde wegen Erhaltung der alten Aus- 
stattungsstiicke mehrfach gutachtlich mitgewirkt. Das alte 
Orgelgehause bleibt im wesentlichen erhalten. Besonders 
wertvolI ist die nach Jangeren Verhandlungen gesicherte 
Beibehaltung bezw. Erhaltung des Hochaltars. Derselbe 
stammt aus der Franziskaner-(Minoriten)Kirche zu Namslau 
und ist am 6. September 1812 dort gelegentlich einer 
offentlichen Versteigerung infolge der Sakularisation durch 
den damaligen Kaplan der Bodlander Kirche Krain fUr 


..... 



Regierungsbezirk Oppeln. 


51 


3 Thlr. 4 Sgr. gesteigert worden. In dem reichen Schnitz- 
werk sind die 14 Nothelfer eingeschIossen. Yon der Kanzel 
konnen bei den neuen Ortsverhaltnissen nur die Figuren 
wiederverwendet werden. 
Der mit flacher Voutendecke uberdeckte alte Langhaus- 
raum hat im Anschlu6 an den Neubau eine gewolbte 
Monierdecke erhalten. 
Bolatitz, Kreis Ratibor. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. III 319.) Oegen den 
geplanten Abbruch wurde Einspruch erhoben. Die Ver- 
handlungen schweben noch. 
Borkendorf, Kreis Nei6e. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 68.) Eine Erweiterung 
der Kirche ist eingeleitet. 
Brzezie, Kreis Ratibor (j,etzt Hohenbirken). 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. V 43.) An stelle 
der alten Schrotholzkirche ist ein Neubau entstanden. 
GroB-Carlowitz, Kreis Orottkau. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 45.) Die Bemuhungen, 
die geplanten Ausmalungsarbeiten in die Hande eines ge- 
eigneten Maiers zu bringen, waren bisher erfolglos. 
GroB-Chelm, Kreis PleB. 
Katholische Kirche. (Veroff. V 49.) Begutachtung 
eines ausfUhrIichen Entwurfes fUr den Erweiterungsbau. 
Cosel. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 284.) Der Entwurf 
fUr eine neue Orgel wurde begutachtet. 
Dittmerau, Kreis Leobschutz. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 165.) Der geplante 
Erweiterungsbau war wiederholt zu begutachten. 
Endersdorf, Kreis Orottkau. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. IV 45.) Umbau- 
arbeiten wurden begutachtet. 
Friedewalde, Kreis Orottkau. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 46.) Wegen geplanter 
Umbauten und Erneuerung der morschen Holzdecke des 
4* 



52 


Regierungsbezirk Oppeln. 


Langhauses wurde mit dem technischen Referenten der 
Koniglichen Regierung an art und Stelle verhandelt. 
GUisendorf, Kreis Orottkau. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. IV 46.) FiirErhohung 
des Turmes und Aufbau einer Haube wurden Outachten 
erstattet. 
Gleiwitz. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 49.) Die kleine 
Olocke (Signalglocke) im Dachreiter ist gesprungen. Die 
Umschrift Iautet: Johann Oeorg Krieger g06 mich in 
Breslau Anno 1777. Die Olocke bleibt erhalten. 
Ober-Glogau, Kreis Neustadt. 
Katholische Pfarrkirche. (Ver. IV 297.) In Verfolg 
einer Immediateingabe des Kirchenvorstandes wurde uber 
den Zustand der yom Maler Franz Sebastini 1776-1781 
ausgefUhrten InnenausJ]1alung ein eingehendes Outachten 
abgegeben. Am 21. Oktober besichtigte der Konservator 
der Kunstdenkmaler Oeh. Ober-Regierungsrat Lutsch die 
Kirche in Anwesenheit der Vertreter der Regierung, Land- 
ballinspektor Bennstein und Kreisbauinspektor Schultze, 
sowie des Berichterstatters. In seinem Reisebericht wurde 
als Voraussetzung fUr die Instandsetzung der inneren Malerei 
eine vorherige Besserung der Substanz als notig bezeichnet. 
Nachdem im Laufe des Sommers 1906 durch mehrere Maler 
Kostenanschlage sowohl fUr die Wiederherstellung der 
Decken- und Wandbemalung als auch der Ausstattungs- 
stucke aufgestellt waren, fand am 15. Oktober 1906 eine 
Besichtigung durch die Ministerial- Kommissare, Oeheimen 
Oberbaurat H06feld und Oeheimen Regierungsrat Nent- 
wig sowie die Lokalinstanzen statt. 
Rathaus. (Verz. IV 300.) Einem lInvermutet aus- 
gefUhrtenAnstrich des Oebaudes sind auch die imVerzeichnis 
der Kunstdenkmaler angefUhrten Malereien Sebastinis zum 
Opfer gefallen. 
 
Hennersdorf, Kreis Orottkau. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 53.) Oemeinsam mit 
den Vertretern der Regierllng Oppeln wurde an art und 


L_ 



Regierungsbezirk Oppeln. 


53 


Stelle tiber die beantragte Erweiterung verhandelt. Da nur 
ein geringfUgiger Mehrbedarf an Flache nachgewiesen werden 
konnte, kommt ein Erweiterungsbau nicht in Frage, sondern 
es wurde Vergr06erung der Emporen empfohlen. 
Hultschin, Kreis Ratibor. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 322.) Der alteste Teil 
der Kirche, der Chor, zeigt gotische Formen und ist mit 
einem Sterngew61be tiberdeckt. Die Fenster zeigen einfaches 
Ma6werk. Das Langhaus ist in Renaissanceformen kurz 
vor dem 30jahrigen Kriege erbaut oder umgebaut. Der 
Turm auf der Westseite ist 1792 erbaut und zeigt die Barock- 
formen seiner Entstehungszeit. Einige Kapellenanbauten 
rtihren ebenfalls aus der spateren Zeit her. 
. Es ist ein Erweiterungs-Umbau ein Werk, durch den 
die ganze Kirche in verhaltnismaBig reicher Ootik verein- 
heitlicht werden soil, einer Ootik, die in Reichtum und 
Auffassung mit den am Chor vorhandenen gotischen 
Formen nicht harmoniert. Da die Mittel fUr diese reiche 
gotische Formenwelt nicht vorhanden sind, sollen die 
Oliederungen, Ma6werke u. s. w. aus Zementgu6 hergestellt 
werden. 
In einem ausfUhrlichen Outachten wurde gegen diese 
Plane Stellung genommen. Die Verhandlungen schweben 
........ 
noch. 
jeschona, Kreis Oro6-Strehlitz. 
KathoIische Kirche. (Ver7. IV 271.) Oegen einen 
Erweiterungs- und Umbau wurden, da der Chor der alten 
Kirche - als Seitenkapelle - erhalten bleibt, Bedenken 
nicht erhoben. Dagegen ist darauf hingewiesen, da6 der 
Chor in seiner alten Ausbildung zu belassen ist und nicht 
mit dem Neubau vereinheitlicht werden darf. 
Kandrzin, Kreis Cosel. 
KathoIische KapeIle: (Verz. IV 289.) Es besteht 
die Absicht, die durch die Nahe des Eisenbahnbetriebes 
bedrohte kleine Holzkirche auf ein unweit gelegenes, durch 
den Ftirsten yon Hohenlohe-Oehringen zur VerfUgung 
zu stellendes Oelande zu versetzen. Die Verhandlungen 
zur Aufbringung der Kosten schweben noch. 



54 


Regierungsbezirk Oppeln. 


Katscher, Kreis Leobschutz. 
Statue Marias Heimsuchung. Durch die Be- 
muhungen des Apothekers und Beigeordneten Winter wurde 
die Instandsetzung des Denkmals ermoglicht, die dem Bild- 
hauer Kuron in Liegnitz ubertragen war. Abb.6. 
Kochlowitz, Kreis Kattowitz. 
Katholische Kirche. (Veroff. V 50.) Die Instand- 
setzung der alten Kirche ist vollendet. 
Kotschanowitz, Kreis Rosenberg. 
Katholische Kirche. (Verz. V 251, Wiggert-Burge- 
meister S. 42 HI. 6.) Bei Erneuerung des Orgelwerks ist 
das alte Oehause beibehalten und instandgesetzt worden. 
Krappitz, Kreis Oppeln. 
Obertorturm. (Verz. IV 228.) Fur die Instandsetzung 
des Turmes wurden Ratschlage erteilt. 
Krascheow, Kreis Oppeln. 
KathoIische Kirche. (Veroff. V 50, Wiggert-Burge- 
meister S. 64 Abb. 110.), Der alte Holzturm hat wegen 
gefahrbringender Baufalligkeit abgebrochen werden mussen. 
Auf den scQJjchten Kirchenbau, dessen Abbruch zum Zwecke 
eines gr06eren Neubaues in Frage gezogen wird, da die 
erforderliche Erweiterung auf Schwierigkeiten st06t, wurde 
kein ausschlaggebendes Oewicht gelegt. 
Kujau, Kreis Neustadt. 
KathoIische Kirche. (Verz. IV 302.) Zu der ge- 
planten Erweiterung wurde ein Outachten erstattet, wobei 
auf die Erhaltung des Langhauses und des Turmes ab- 
gezielt wurde. 
Kunzendorf-Nieder, Kreis Kreuzburg. 
KathoIische Kirche. (Verz. IV 13.) Oem Vorentwurf 
fUr die Erweiterung der Kirche wurde zugestimmt. 
Leobschfitz. 
Katholische Pfarrkirch
. (Veroff. IV 45, V 50.) Die 
Erweiterung und Instandsetzung ist unter Leitung yon 
Regierungs- und Baurat Hasak im wesentlichen zu Ende 
gefUhrt worden. Am 11. September wurde der Bau durch 
den Konservator der Kunstdenkmaler Geheimen Ober- 
Regierungsrat Lutsch, den Regierungs- und Baurat Oeick 



Regierungsbezirk Oppeln. 


55 


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und den Berichterstatter besichtigt. Die BauausfUhrung ist 
im wesentlichen gelungen. Insbesondere zeigt die Behand- 
lung des neuen Mauerwerks "einen wertvollen kunstlerischen 
Fortschritt". Das Sgraffito des Siidturmes (Vgl. HI. 76,1 
des Bilderwerks schlesischer KunstdenkmaIer) ist leider bis 
auf einen geringen Rest heruntergeschlagen worden. Es 
wurde empfohlen, die kahlen Flachen der Achtorte mit 
Sgraffito zu behandeln. Ferner wurde empfohlen, bei einer 
spateren Instandsetzung das Langhausdach, das hinter dem 
neuen Westgiebel versinkt, zu erhohen. 
Die Auffassung des Kirchenvorstandes, daB die Barbara- 
kapelle den Eindruck der Kirche beeintrachtige, wurde 
yom Herrn Minister nicht anerkannt und die Erhaltung 
gefordert. 
Liptin, Kreis Leobschiitz. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. IV 175.) Oegen den 
Abbruch der unbedeutenden Kirche wurden Bedenken nicht 
erhoben. 
Lohnau, Kreis Cosel. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 50.) Beim neuen 
Orgelgehause sind die Schnitzteile des alten Werkes wieder 
verwendet worden. 
Loslau, Kreis Rybnik. 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. IV 358.) Der Ab- 
sicht, bei dem geplanten Erweiterungsbau den Chor nieder- 
zulegen, wurde zunachst Widerstand entgegengesetzt, in 
Riicksicht auf den geringen Kunstwert und die sonstigen 
Sch wierigkeiten aber spater nachgegeben. 
Lowkowitz, Kreis Kreuzburg. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 51.) Der Altar 
ist an die Kirche in Kotschanowitz iiberwiesen worden. 
Lublinitz. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 262.) Ein Entwurf fUr 
ein Treppentilrmchen zur Empore, fUr einen Windfang und 
del'! Umbau der Orgel wurde begutachtet. 
Ludgierzowitz, Kreis Ratibor. 
Katholische Kirche. (Ver. IV 329.) Mit Rucksicht 
auf sehr ungiinstige privatpatronatliche und finanzielle 



Camenz, Kreis Frankenstein. 
Kath. Pfarrkirche. 


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Aufnahme: Oebr, Hillebrand, Neustadt. 


Lichtdruck: Alb. Frisch, Berlin. 



Regierungsbezirk Oppeln. 


57 


Verhaltnisse muBte der Einspruch gegen die NiederIegung der 
zwar nicht bedeutenden, aber yom Standpunkt des Heimat- 
schutzes erhaltenswerten Kirche aufgegeben werden. 
Mosurau, Kreis Cosel. 
Das MaBwerkfenster der ehemaligen Pfarrkirche 
(Veroff. V 51) ist durch den Rittergutsbesitzer yon Konig 
in seinem Parke aufgestellt worden. Es bildet die Ruck- 
wand einer kleinen aus Steinen mittelalterlichen formats 
errichteten Oartenhalle und ist mit Antikglas verglast. 
Eine Inschrifttafel am Sandstein giebt die Herkunft des 
fensters an. 
Nei8e. 
Stadtmauer. (Verz. IV 115.) Behufs Durchlegung der 
WilhelmstraBe ist die Beseitigung eines Teiles der alten 
Stadtmauer nahe beim Breslauer Torturm notig geworden. 
f'ilach einer Besichtigung durch den Konservator der Kunst- 
denkmaler wurde der Abbruch der Mauerteile mit der MaB- 
gabe genehmigt, daB der Instandsetzung des Breslauer Tor- 
turmes und der Bebauung seiner Umgebung eine erhohte 
Sorgfalt zugewendet werde. 
Breslauer Torturm. (Verz. IV 117.) Der Entwurf 
nebst Kostenanschlag fUr die Wiederherstellung wurde be- 
gutachtet. Die Instandsetzung hat inzwischen begonnen. 
Wegen der Ausgestaltung der Durchgangsoffnung wurde 
verhandelt. 
Kuratialkirche. (Veroff. IV 49.) Zur Erorterung des 
.. wegen des fortschreitenden Verfalles der Deckenfresken und 
der Zunahme der Deckenrisse zu ergreifenden MaBnahmen 
hat am 5. September der Konservator der Kunstdenkmaler 
Oeh. Ober-Regierungsrat Lutsch im Beisein der Lokal- 
instanzen die Kirche besichtigt. 
Am 14. Oktober 1906 fand aus gleichem AniaB eine 
Besichtigung und Untersuchung durch den Oeheimen Bau- 
rat HoBfeld und Oeheimen Regierungs-Rat Nentwig statt. 
Es wurde die Vermutung ausgesprochen, daB die Oewolbe- 
risse auf die Konstruktion des Dachstuhles zuruckzufUhren 
sind. Auch die fundamentierung konnte daran Schuld 
haben. Um Klarheit zu gewinnen, ist der Auf trag gegeben 



58 


Regierung-sbezirk Oppeln. 


worden, eine sorgfaltige Aufnahme des Dachstuhls zu 
fertigen und Bohrungen vorzunehmen. 
Gymnasium. (Veroff. V 51.) Die Wiederherstellung 
der Deckenbemalung ist durch den Maler jos. Langer 
durchgefUhrt worden. Inzwischen ist noch eine zweite mit 
Gemalden geschmuckte Decke in einem benachbarten Raume 
aufgedeckt worden. 
Gymnasial-(Jesuiten-) Kirche. (Veroff. V 51.) Die 
zwei neuen Turmhauben sind im Spatjahr 1906 aufgebracht 
worden und bilden eine reiche Belebung des NeiBer Stadt- 
bildes. 
Gro8-Neundorf, Kreis NeiBe. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 52.) Die im Ver- 
zeichnis der Kunstdenkmaler IV 127 aufgefUhrte Glocke ist 
zersprungen, und sollte umgegossen werden. Die Glocke hat 
einen hubschen Barockfries, zu dem einige figurliche Deko- 
rationen, der Kruzifixus mit Maria und johannes, hinzu- 
treten. Sie ist 1773 -datiert und tragt den Namen eines 
bekannten GlockengieBers Anton Schwaiger aus Glatz (Verz. 
Bd. VI S. 708). Gegen den UmguB wurde Einspruch er- 
hoben. Da der Ankauf der Glocke, deren Metallwert etwa 
1500 Mark betrug, yon den in frage kommenden Museen 
abgelehnt wurde, hat der Regierungs-Prasident in Oppeln 
die Genehmigung zum UmguB erteilt. 
Die Entwurfe fUr die Ausstattung der neuen Kirche unter 
Wiederverwendung vorhandener Stucke wurden begutachtet. 
Am 14. Oktober 1906 hat eine Besichtigung des unter 
Leitung yon Baurat Gaedcke errichteten Kirchenneubaues 
durch den Geheimen Oberbaurat HoBfeld, Geheimen 
Regierungs-Rat Nentwig, Regierungs- und Baurat Geick 
stattgefunden, an der der Berichterstatter teilnahm. Dabei 
wurde festgestellt, daB die vorhandenen Teile der alten 
Altare so wertvoll und gut erhalten sind, daB sich ihre 
Wiederherstellung empfiehlt. 
Neustadt. 
Evangelische Kirche. (Veroff.IV50.) Die alte Kirche 
ist durch die daneben errichtete neue Kirche uberstandig 
geworden und dem Verfall uberlassen worden. Der 



1 


Regierungsbezirk Oppeln. 


59 


Konservator der Kunstdenkmaler hat sie am 8. September 1905 
nochmals besichtigt. Die auf Erhaltung gerichteten Be- 
muhungen sind ergebnislos verlaufen. Der Herr Minister 
hat den Abbruch mit der MaBgabe genehmigt, daB 
fUr die Erhaltung der Ausstattung Sorge getragen wird. 
fur Instandsetzung des mit guten Intarsien geschmuckten 
Barockaltars hat der Herr Minister inzwischen 225 Mark 
bewilligt. 
Niedertorturm und Wogendrussel. (Verz. IV 307, 
308.) Zur Instandsetzung der beiden Befestigungsanlagen 
hat die Provinzial-Kommission 500 Mark bewilligt. 
Gro8-Nimsdorf, Kreis Cosel. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 292.) Wegen der Aus- 
malung der Kirche wurde verhandelt. 
Oppeln. 
. SchloB. Oelegentlich des Ausbaues zu Amtsraumen 
der Koniglichen Regierung ist der Turm nach MaBgabe 
alter Skizzen erneuert worden. 
PawIau, Kreis Ratibor. . 
Katholische Pfarrkirche. (Verz. IV 334, Veroff. 
III 36.) (Wiggert-Burgemeister S. 46, HI. 24 und 25.) 
Die Kirche ist abgebrochen worden. Wegen Erhaltung 
und Wiederverwendung wurde mit den Kommissaren 
der Regierung Regierungs- und Baurat Koppen und 
,Regierungs-Assessor Freiherr yon Zedlitz an art und 
Stelle verhandelt. 
Polanowitz, Kreis Kreuzburg. 
Evangelische Kirche. (Veroff. IV 50. Wiggert-Burge- 
meister S. 38 Abb. 50-53.) Nachdem der Turm und der 
Dachreiter haben niedergelegt werden mussen, ist der 
Widerstand gegen die Niederlegung der ganzen Kirche auf- 
gegeben worden. 
Proskau, Kreis Oppeln. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 242.) Wegen gefahr- 
drohender Rissebildung hat eine Sicherung der fundamente 
durchUnterfangen und Verb rei tern eingeleitet werden mussen. 
Der dazu aufgestellte Entwurf und Kostenanschlag wurde 
begutachtet. Die Arbeiten sind bereits eingeleitet. 



60 


Regierungsbezirk Oppeln. 


Pstrzonsna, Kreis Rybnik. 
Katholische Kirche. (Veroff. V 52.) Yon der 
Ausstattung sind nur einige Figuren des Altars erhalten 
worden. 
Rasselwitz-Deutsch, Kreis Neustadt. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 310.) Der Entwurf 
fUr einen Sakristeianbau ist begutachtet worden. 
Rasselwitz-Polnisch, Kreis Neustadt. 
Katholische Kirche. Ober die Vorentwilrfe zur Er- 
weiterung der Kirche wurden Outachten erstattet. 
Rogau, Kreis falkenberg. 
Alte katholische Kirche. (Veroff. V 3, Wiggert-Burge- 
meister S. 40 HI. 5.) Die Wiederherstellung der alten Schrot- 
holzkirche ist durchgefUhrt. 
Rogau, Kreis Oppeln. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 244.) Mit Rilcksicht 
auf den schlechten Zustand und den geringen Denkmalwert 
ist die Beseitigung des etwa 1687 beschafften alten Hoch- 
altars zugelassen worden. 
Rosenberg 0, S. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 253.) Es steht ein 
umfangreicher Erweiterungsbau in Frage. Bei der ortlichen 
Besichtigung am 13. Oktober 1906 durch die Ministerial- 
Kommissare Oeheimen Oberbaurat HoBfeld und Oeheimen 
Regierungsrat Nentwig, der die Regierungsvertreter und 
der Berichterstatter beiwohnten, wurden die verschiedenen 
Moglichkeiten einer Erweiterung erwogen mit dem Ergebnis, 
daB die bestehenden Bedilrfnisse zu einem Neubau fUhren 
werden. Da der Denkmalwert der Kirche wesentlich in der 
Choranlage liegt und diese bei keiner der erorterten Er- 
weiterungsmoglichkeiten in erwilnschter Weise zur Oeltung 
kommen kann, so wurde dem Abbruche yom Standpunkte 
der Denkmalpflege unter der Voraussetzung zugestimmt, 
daB die wertvolleren Ausstattungsstilcke in dem Neubau 
Verwendung finden. Es wurde als wichtig bezeichnet, daB 
auch bei dem Neubau die auf der Sildseite den Kirchplatz 
abschlieBende Mauer mit dem Portal und der schonen 
Baumgruppe erhalten bleibt. Auch der Turm, der fUr den 



Regierungsbezirk Oppeln. 


61 


Anblick yom Ring aus gut steht, soli in seiner Hauptmasse 
erhalten werden. 
Salesche, Kreis OroB-Strehlitz. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 53.) Der Ab- 
bruch des massiven Helmes des 1827 als Ersatz fUr einen 
abgesonderten HolzgIockenturm errichteten gotisierenden 
Turmes ist wegen Baufalligkeit notig geworden. DenkmaI- 
wert haben bei der Kirche nur der Chor und die Sakristei. 
Alt-Schalkowitz, Kreis Oppeln. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 245.) Die Instand-- 
setzung eines aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts stam- 
menden Orgelgehauses war yon der Koniglichen Regierung 
dem Bildhauer Bemstem ilbertragen. 
Schonau, Kreis Leobschiltz. 
Katholische Kirche. (Verz.IV 179.) Ober die Wieder- 
herstellung des teilweise veranderten Hochaltars wurde ein 
eingehendes Outachten abgegeben. Die Arbeiten wurden 
daraufhin dem Maler Baecker und Holzbildhauer Bemstem 
ilbertragen. 
Schonwitz, Kreis Falkenberg. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 215.) Der Abbruch 
der alten Schrotholzkirche ist erfolgt. Aufnahmezeichnung 
und Photographien des alten Baue.s wurden ins Archiv 
. genom men. 
Smolnitz, Kreis Tost-Oleiwitz. 
Katholische Begrabniskapelle. (Verz. IV 394.) Die 
Sakristei . soli aus Schrotholz mit Schindeldach vergroBert 
werden. 
Steinsdorf, Kreis NeiBe. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 141.) Mit dem Re- 
gierungs- und Baurat Oeick und Baurat Oaedcke wurde 
die Kirche besichtigt und eine Reihe yon baulichen Instand- 
setzungen und Abanderungen festgestellt. 
Gro8-Strehlitz. 
Katholische Pfarrkirche. (Veroff. V 53.) Wegen 
Wiederverwendung und Instandsetzung der aus der alten 
Kirche zu ilbernehmenden Ausstattungsstilcke wurde 
verhandelt und verschiedentlich gutachtlich berichtet. 



62 


Regierungsbezirk Oppeln. 


Zur Instandsetzung der alten Altare U.S.w. ist die Provinzial- 
Kommission um eine gr6Bere Beihilfe angegangen worden. 
Sudoll, Kreis Ratibor. 
Katholische Kirche. Es ist eine neue Kirche gebaut 
worden. Von der geplanten Niederlegung der alten Kirche, 
die sich mit den bewegten Hauben des Turmes und des 
Dachreiters der Umgebung ansprechend einfUgt, ist Ab- 
stand genommen worden. 
Troplowitz, Kreis Leobschiltz. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 100.) Die Wieder- 
herstellung der Freskenbemalung ist in Anregung gebracht. 
Der Maler Jos. Langer sowie der Berichter erstatteten 
Gutachten. 1m Mai 1906 wurde die Kirche durch den 
Konservator der Kunstdenkmaler Geheimen Oberregierungs- 
rat Lutsch, den Regierungs- und Baurat Geick, Baurat 
Killing und den Berichterstatter besichtigt. Vor Beginn 
der Ausbesserung der Malereien ist eine grilndliche Trocken- 
legung als n6tig erachtet worden. Wegen Aufbringung 
der Geldmittel wurde verhandelt. Bei der Provinzial-Kom- 
mission ist eine Beihilfe beantragt. 
Tworog, Kreis Gleiwitz. 
Katholische Kirche. (Verz. IV 397.) Die Kirche ist 
erweitert und dabei das Presbyterium, die Sakristei und die 
Hedwigskapelle zur Niederlegung gelangt. 
W oinowitz, Kreis Ratibor. 
Katholische Kirche. (Ver6ff. V 54.) Wiederholte 
Begutachtung der geplanten Instandsetzungsarbeiten. 
Ziegenhals, Kreis NeiBe. 
Katholische Pfarrkirche. (Ver6ff. IV 53, V 53.) Der 
Entwurf yon Professor Poelzig fUr den Aufbau der Tilrme 
wurde begutachtet und vorgeschlagen, auch den Entwurf 
fUr die neu anzubauenden Treppenhauser demselben Archi- 
tekten zu ilbertragen. Nachdem inzwischen die Arbeiten 
groBenteils in Gang gebracht waren, fand am 10. September 
1906 ein 6rtlicher Termin statt, an dem als Vertreter der 
K6niglichen Regierung der Regierungs- und Baurat Geick, 
Regierungs-Assessor Dr. Reuter und Baurat Schalk, ferner 



Regierungsbezirk Oppeln. 


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Professor Poelzig, der Berichterstatter und der Kirchen- 
vorstand teilnahmen. Dabei wurde uber die Einzelfragen 
der Erneuerung verhandelt. 
Torturm. (Ver6ff. IV 53, V 54.) Die Provinzial-Kom- 
mission hat fUr die Instandsetzungsarbeiten mit Rucksicht 
auf die eingetretene erhebliche Oberschreitung der Kosten 
100 Mark nachbewilligt. 
ZiiIz-AIt, Kreis Neustadt as. 
Katholische Pfarrkirche. (Ver6ff. IV 53, V 54.) Bei 
der Instandsetzung der im Neubau wiederverwendeten alten 
Ausstattungsstilcke wurde mitgewirkt. 


Breslau, im Marz 1907. 


Burgemeister. 



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